Ethereum: KI-Identität kommt
Ethereum will mehr sein als nur eine Plattform für Smart Contracts. Entwickler arbeiten an einem neuen Standard, der KI-Agenten eine eindeutige Identität und überprüfbare Reputation direkt „on-chain“ geben soll. Parallel dazu zieht die Ethereum Foundation beim Thema Post-Quantum-Sicherheit das Tempo an – mit einem neuen, eigenen Engineering-Team.
ERC-8004: Identität, Ruf und Verifikation für KI-Agenten
Mit ERC-8004 reagieren Entwickler auf ein praktisches Problem der nächsten KI-Welle: Autonome Software-Agenten sollen über Systeme, Anbieter und sogar Blockchains hinweg zusammenarbeiten können – dafür müssen sie sich finden, eindeutig ausweisen und Vertrauen aufbauen können. Genau hier setzt der Vorschlag an.
Geplant sind drei schlanke Register, die sich sowohl auf dem Ethereum-Mainnet als auch auf Layer-2-Netzwerken einsetzen lassen:
- Identity Registry: Jeder Agent erhält eine eindeutige On-Chain-ID, technisch angelehnt an einen ERC-721-Token. Diese ID verweist auf eine Registrierungsdatei, die Funktionen, Kontaktprotokolle und unterstützte Schnittstellen beschreibt. Wichtig: Besitz und Zuständigkeiten lassen sich übertragen oder delegieren – die Identität bleibt damit portabel und schwer zu zensieren.
- Reputation Registry: Nutzer (Menschen oder Maschinen) können strukturiertes Feedback zur Leistung eines Agenten hinterlegen. Rohdaten landen on-chain, komplexere Bewertungen sollen off-chain berechnet werden. So bleibt die Reputation öffentlich und in verschiedenen Anwendungen wiederverwendbar.
- Validation Registry: Agenten können eine unabhängige Überprüfung ihrer Arbeit anstoßen. Als Validatoren sind etwa Services mit Staking, ML-basierte Nachweise oder vertrauenswürdige Hardware-Systeme vorgesehen. Die Ergebnisse werden transparent auf der Blockchain gespeichert.
Warum das für Ethereum relevant ist? Viele heutige Agenten-Systeme arbeiten mit geschlossenen Listen oder API-Keys. Das funktioniert intern – bricht aber schnell, sobald Agenten über Anbieter, Jurisdiktionen oder unterschiedliche Krypto-Ökosysteme hinweg koordinieren sollen. ERC-8004 positioniert Ethereum damit als mögliche Basisschicht für KI-getriebene Interaktionen und Geschäftsprozesse.
Ethereum Foundation setzt auf Post-Quantum-Engineering
Zeitgleich hat die Ethereum Foundation angekündigt, ihre Post-Quantum-Forschung in eine dedizierte Engineering-Initiative zu überführen. EF-Forscher Justin Drake bezeichnete das als strategische Priorität und verwies darauf, dass sich Zeitpläne im Bereich Quantencomputing beschleunigen könnten.
Der Kern der Sorge: Leistungsfähige Quantencomputer könnten langfristig heutige Kryptografie angreifen – im Extremfall wären dadurch Wallet-Schlüssel gefährdet. Geleitet wird das neue „Post Quantum“-Team laut Drake von Thomas Coratger.
Konkret soll ab Februar 2026 außerdem eine zweiwöchentliche Entwickler-Session zu Post-Quantum-Transaktionen starten (unter Leitung von Antonio Sanso). Themen sind unter anderem nutzernahe Schutzmechanismen, kryptografische Werkzeuge im Protokoll sowie mögliche Wege über Account Abstraction.
Marktumfeld und nächste Termine
Am Markt hat sich das zuletzt eher in einem abwartenden Kursbild niedergeschlagen: ETH notiert aktuell bei 2.931,12 USD und liegt damit rund 37,5% unter dem 52‑Wochen‑Hoch – ein Hinweis, dass der große Optimismus aus der Spitze bislang nicht zurück ist.
Inhaltlich stehen jedoch mehrere Fixpunkte im Kalender. Für 2026 sind zwei größere Netzwerk-Upgrades geplant: Glamsterdam in der ersten Jahreshälfte (Skalierung) und Hegota in der zweiten Jahreshälfte (mehr Dezentralisierung, inklusive Verkle Trees). Kurzfristig besonders konkret: Der MegaETH-Mainnet-Launch am 9. Februar soll „Real-Time“-Skalierung unter Praxisbedingungen testen – und dürfte damit auch zum Gradmesser werden, wie schnell neue Infrastruktur-Ideen tatsächlich auf die Straße kommen.
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