Während der Rüstungskonzern operativ von einem Meilenstein zum nächsten eilt und die Umsatzprognose anhebt, reagieren Anleger am Donnerstag verhalten. Ein milliardenschwerer U-Boot-Auftrag in Indien lässt auf sich warten. Gleichzeitig sichert sich das Unternehmen jedoch strategisch wichtige Technologie-Transfers und lukrative Inlandsaufträge.

Indien-Geschäft: Warten auf den Milliarden-Deal

Der erhoffte Abschluss des weltweit teuersten konventionellen U-Boot-Projekts verschiebt sich in das neue indische Fiskaljahr. Bei dem Auftragsvolumen von rund sieben Milliarden Euro für sechs Boote der Klasse 214 gilt TKMS zusammen mit dem lokalen Partner Mazagon Dock Shipbuilders als einziger verbliebener Kandidat. Die spanische Konkurrenz schied zuvor wegen nicht einsatzreifer Technologien aus.

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Parallel zur Hängepartie beim Hauptvertrag treibt der Konzern seine Verwurzelung auf dem Subkontinent erfolgreich voran. Ein Mitte März in Hyderabad geschlossenes Abkommen mit VEM Technologies regelt den Technologietransfer für die Produktion von SeaHake-Torpedos. Mittelfristig sollen in einem Joint Venture bis zu 500 dieser Waffensysteme jährlich direkt in Indien gefertigt werden. Für TKMS ist dies eine wichtige strategische Investition, um den strengen indischen Beschaffungsrichtlinien zur lokalen Wertschöpfung gerecht zu werden.

Rückenwind aus Berlin und Wismar

Auch auf dem Heimatmarkt herrscht Bewegung. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat 240 Millionen Euro aus dem Sondervermögen für den Vorvertrag von vier neuen U-Boot-Jagd-Fregatten freigegeben. Das sichert frühzeitig Fertigungskapazitäten und treibt den gesamten Auftragsbestand des Unternehmens auf einen neuen Rekordwert von über 20 Milliarden Euro.

Um diese Pipeline abzuarbeiten, baut das Unternehmen derzeit die Werft in Wismar zu einer Hybridanlage aus. CEO Oliver Burkard reagierte auf die volle Auftragsfront und hob die Umsatzprognose für 2025/26 auf ein Wachstum von zwei bis fünf Prozent an. Trotz dieser fundamentalen Stärke gibt der Kurs am Donnerstag um 4,15 Prozent auf 77,45 Euro nach. Anleger nehmen nach dem soliden Jahresstart und einem bisherigen Plus von knapp zwölf Prozent offenbar Gewinne mit.

Die kommenden Wochen bringen nun entscheidende terminliche Impulse für die weitere Unternehmensentwicklung. Am 11. Mai 2026 öffnet TKMS die Bücher für das zweite Quartal. Unmittelbar danach, voraussichtlich zwischen Mai und Juni, fällt die finale Entscheidung der kanadischen Regierung über einen weiteren Mega-Auftrag für die dortige U-Boot-Flotte, bei dem sich die Kieler nur noch gegen das südkoreanische Unternehmen Hanwha Ocean durchsetzen müssen.

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