Thyssenkrupp Aktie: Durchbruch beim Stahlverkauf
Monatelang stockten die Verhandlungen mit Jindal Steel, die Pensionslasten schienen unüberwindbar. Jetzt deutet sich ein Ausweg an: Ein gestaffeltes Verkaufsmodell könnte die größte Hürde beim Verkauf der Stahlsparte aus dem Weg räumen. Die Aktie reagiert mit einem Kurssprung über die 10-Euro-Marke.
Die wichtigsten Punkte:
- Thyssenkrupp und Jindal Steel einigen sich auf ein zweistufiges Verkaufsmodell für die Stahlsparte
- Jindal übernimmt zunächst 60 Prozent, weitere 40 Prozent folgen später
- Pensionslasten von 2,5 Milliarden Euro werden zeitlich gestreckt
- Aktie steigt über psychologisch wichtige 10-Euro-Schwelle
Der Stufenplan im Detail
Reuters berichtet unter Berufung auf Verhandlungskreise von einem "Phased Sale". Jindal Steel würde demnach in einem ersten Schritt 60 Prozent der Anteile an Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) übernehmen. Die verbleibenden 40 Prozent folgen zu einem späteren Zeitpunkt, abhängig von definierten Meilensteinen bei der Restrukturierung der Duisburger Stahlsparte.
Das Modell löst ein zentrales Problem: Die Pensionsverpflichtungen von rund 2,5 Milliarden Euro, die bislang als Dealbreaker galten. Durch den gestaffelten Einstieg lassen sich die Lasten zeitlich strecken und bilanziell so strukturieren, dass sie weder für Jindal ein sofortiges Risiko darstellen noch vollständig bei Thyssenkrupp verbleiben.
Die Due-Diligence-Prüfung läuft bereits. Thyssenkrupp selbst kommentiert Details nicht, bestätigt aber indirekt laufende Gespräche. Arbeitnehmervertreter und IG Metall, die zuletzt Sicherheiten für Standorte und Beschäftigte gefordert hatten, scheinen in das Modell eingebunden.
Was der Deal für Thyssenkrupp bedeutet
Der Verkauf der zyklischen Stahlsparte wäre der letzte große Schritt in der Transformation zum "Group of Companies"-Modell. Nach der erfolgreichen Verselbstständigung der Marinesparte TKMS würde die Bilanz massiv entlastet. Der Konglomerats-Abschlag, der laut Analysten seit Jahren auf der Bewertung lastet, könnte sich auflösen.
Die verbleibenden Geschäftsbereiche Materials Services und Automotive Technology stünden dann im Fokus einer möglichen Neubewertung. Der aktuelle Kurssprung signalisiert, dass der Markt nun eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Abschluss einpreist.
Nächste Schritte entscheidend
Anleger sollten auf eine offizielle Ad-hoc-Mitteilung achten. Ein Signing des Deals erscheint im ersten Quartal 2026 möglich. Kritisch werden die genauen Konditionen und Zugeständnisse an die Arbeitnehmerseite sein. Technisch hat die Aktie mit dem Sprung über 10 Euro ein Kaufsignal generiert – der nächste Widerstand liegt im Bereich der 2025er-Jahreshochs bei rund 13 Euro. Scheitern die Gespräche hingegen erneut, droht ein rapider Rückfall unter die 10-Euro-Marke.
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