Der Industriekonzern schafft, woran Anleger lange gezweifelt haben: Zeitgleich verdichtet sich der Verkauf der verlustträchtigen Stahlsparte und ein 8-Milliarden-Dollar-U-Boot-Deal mit Indien steht unmittelbar bevor. Die Aktie durchbricht prompt die 10-Euro-Marke. Doch wie substanziell sind die Fortschritte wirklich?

Die wichtigsten Fakten:

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  • U-Boot-Auftrag über 8 Mrd. USD für Marine-Sparte vor Abschluss
  • Gestaffelter Verkauf der Stahlsparte an Jindal Steel konkretisiert sich
  • Bundeskanzler Merz reist am 12./13. Januar nach Indien – Unterzeichnung erwartet
  • Zacks stuft die Aktie auf "Strong-Buy" hoch
  • Kurs klettert über psychologisch wichtige 10-Euro-Schwelle

Marine-Sparte: Größter Deal der Firmengeschichte

Der U-Boot-Auftrag aus Indien nimmt konkrete Formen an. Sechs konventionelle U-Boote der Klasse 214 mit außenluftunabhängigem Antrieb soll Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) gemeinsam mit dem indischen Partner Mazagon Dock Shipbuilders bauen. Das Volumen: rund 8 Milliarden US-Dollar – einer der größten Einzelaufträge in der Geschichte der Marine-Sparte.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Mit dem Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz am kommenden Wochenende dürfte die finale Weichenstellung erfolgen. Die Regierungsvisite fungiert als politischer Katalysator für einen Deal, der bereits seit Monaten verhandelt wird. Die Aktien des indischen Fertigungspartners Mazagon Dock legten bereits um über 5 Prozent zu.

Stahlsparte: Endlich ein Käufer in Sicht

Parallel zum Marine-Deal nimmt auch die Lösung für die problematische Stahlsparte Gestalt an. Im Gespräch ist ein gestaffeltes Modell mit dem indischen Konzern Jindal Steel International: Zunächst würde Jindal 60 Prozent der Thyssenkrupp Steel Europe AG (TKSE) übernehmen, die restlichen 40 Prozent sollen später folgen.

Die Due-Diligence-Prüfung läuft bereits seit Oktober 2025. CEO Miguel López favorisiert Jindal als strategischen Partner, um das zyklische Stahlgeschäft endlich zu entkonsolidieren. Für Thyssenkrupp wäre dies eine erhebliche Bilanzentlastung – die Stahlsparte verschlingt Milliarden für die grüne Transformation und belastet das Risikoprofil des Gesamtkonzerns erheblich.

Analysten drehen optimistisch

Die kombinierte Nachrichtenlage findet auch bei Analysten Anklang. Zacks Research stufte die Aktie am 8. Januar von "Hold" auf "Strong-Buy" hoch. Mit einem KGV von rund 13,6 und der anstehenden Dividendenausschüttung am 2. Februar bewerten Marktteilnehmer das Papier zunehmend attraktiv.

Charttechnisch hat die Aktie mit dem Sprung über 10,20 Euro ein wichtiges Kaufsignal generiert. Die nächsten Widerstände liegen im Bereich der Jahreshochs bei rund 13,24 Euro.

Was jetzt entscheidend wird

Der Besuch von Bundeskanzler Merz in Indien am 12. und 13. Januar ist der unmittelbare Trigger-Event. Sollte es zu einer offiziellen Unterzeichnung oder einem verbindlichen Memorandum of Understanding kommen, dürfte dies weiteren Auftrieb liefern. Am 12. Februar folgt dann der nächste Ergebnisbericht – bis dahin bestimmen die Entwicklungen bei Marine-Deal und Stahlverkauf die Kursfindung.

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