Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Zulassungsantrag für TEV-'749 zur Prüfung angenommen. Das Präparat ist eine Monats-Spritze mit dem Wirkstoff Olanzapin zur Behandlung von Schizophrenie bei Erwachsenen. Teva entwickelt das Medikament gemeinsam mit dem französischen Biotech-Unternehmen Medincell.

Die Besonderheit: TEV-'749 wird subkutan injiziert und soll Patienten die tägliche Einnahme von Tabletten ersparen. Bislang gibt es keine langwirksame Olanzapin-Formulierung ohne strenge Auflagen – bestehende Depot-Präparate erfordern eine dreistündige Überwachung nach der Injektion in zertifizierten Einrichtungen.

Studiendaten überzeugen

Der Zulassungsantrag basiert auf den Ergebnissen der Phase-3-Studie SOLARIS. Über 56 Wochen wurden Wirksamkeit und Verträglichkeit bei 675 Patienten zwischen 18 und 64 Jahren untersucht. Die monatliche Injektion zeigte laut Teva ein Wirkprofil, das mit den derzeit verfügbaren Olanzapin-Formulierungen vergleichbar ist. Entscheidend: Die Studiendaten lieferten keine Hinweise auf die Notwendigkeit einer Post-Injektions-Überwachung.

„Die fehlende Therapietreue bleibt eine zentrale Herausforderung für Menschen mit Schizophrenie, von denen viele auf orale Olanzapin-Formen angewiesen sind", erklärt Eric Hughes, Chief Medical Officer bei Teva. Mit TEV-'749 könnte diese Lücke geschlossen werden – sofern die FDA grünes Licht gibt.

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Relevanter Markt

In den USA leben rund 3,5 Millionen Menschen mit Schizophrenie. Täglich einzunehmendes Olanzapin gehört zu den am häufigsten verschriebenen Antipsychotika. Eine praktikable Langzeitformulation könnte die Behandlungsrealität vieler Patienten deutlich verbessern, da etwa 80 Prozent der Betroffenen innerhalb der ersten fünf Jahre mehrfach einen Rückfall erleiden.

TEV-'749 nutzt die SteadyTeq-Technologie von Medincell, die eine kontrollierte, gleichmäßige Wirkstofffreisetzung über einen Monat ermöglicht. Das Verfahren kam bereits beim im April 2023 von der FDA zugelassenen Schizophrenie-Medikament UZEDY zum Einsatz, das Teva ebenfalls mit Medincell-Technologie vertreibt.

Die Entwicklung fügt sich in Tevas Strategie ein, das Portfolio im Bereich Neurologie weiter auszubauen. Mit der FDA-Annahme beginnt nun die reguläre Prüfphase. Ein konkreter Zeitplan für eine mögliche Zulassungsentscheidung wurde nicht genannt.

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