Tesla bereitet seine Investoren auf einen verhaltenen Jahresauftakt vor. Der am Donnerstag veröffentlichte Analystenkonsens für das erste Quartal 2026 deutet zwar auf den ersten Blick auf steigende Auslieferungen hin. Ein genauerer Blick auf die Vergleichszahlen und die schwache Nachfrage nach dem Cybertruck offenbart allerdings ein anhaltend schwieriges Kerngeschäft.

Der trügerische Basiseffekt

Laut den Schätzungen von 23 Wall-Street-Experten dürfte Tesla im abgelaufenen Quartal 365.645 Fahrzeuge übergeben haben. Das entspricht einem Zuwachs von acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten warnen jedoch vor einer Überbewertung dieser Zahl. Das erste Quartal 2025 war historisch schwach, da Tesla damals die Produktionslinien für das überarbeitete Model Y "Juniper" umrüstete und die Bänder stillstanden. Das erwartete Plus resultiert primär aus diesem extrem niedrigen Vergleichswert und weniger aus einer neuen Wachstumsdynamik.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tesla?

Ein Detail der Prognose unterstreicht die fehlende Breite im Sortiment: Die Abhängigkeit vom Model 3 und Model Y bleibt enorm. Auf diese beiden Baureihen entfallen voraussichtlich über 351.000 Einheiten. Die teureren Modelle S und X sowie der Cybertruck kommen zusammen auf lediglich 13.946 Auslieferungen. Der kantige Pick-up hat sich somit noch nicht zu dem erhofften Volumenmodell entwickelt.

Schwaches Marktumfeld bremst

Erschwerend kommt die allgemeine Branchenentwicklung hinzu. In den USA dürften die E-Auto-Verkäufe im ersten Quartal branchenweit um 28 Prozent eingebrochen sein. Selbst hohe Benzinpreise treiben die Kunden derzeit nicht zu den Stromern, da die Ladekosten stabil blieben, während die Hersteller ihre Rabatte für Elektroautos im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 940 US-Dollar kürzten.

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die Wall Street mit knapp 1,69 Millionen ausgelieferten Teslas. Erreicht das Unternehmen im ersten Quartal den prognostizierten Wert, hätte es erst 21,6 Prozent des Jahresziels erfüllt. Die Experten kalkulieren folglich mit einer massiven Produktions- und Absatzsteigerung in der zweiten Jahreshälfte. Diese fundamentale Unsicherheit spiegelt sich an der Börse wider. Nach zwei Jahren mit rückläufigen Auslieferungszahlen steht das Papier weiter unter Druck und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von gut 16 Prozent.

Während das klassische Automobilgeschäft stagniert, verlagert das Management den strategischen Fokus zunehmend auf kapitalintensive Projekte wie humanoide Roboter und autonome Taxis. Um diese teuren Entwicklungen zu finanzieren, muss Tesla in den kommenden Monaten beweisen, dass die Fahrzeugverkäufe im zweiten Halbjahr tatsächlich die von den Analysten eingepreiste Beschleunigung erfahren.

Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 28. März liefert die Antwort:

Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...