Tesla Aktie: Strategiewechsel sorgt für Diskussionen
Tesla hat in dieser Woche mehrere Weichen gestellt, die das Geschäftsmodell des Elektroautobauers nachhaltig verändern könnten. Während CEO Elon Musk in Texas den Start unüberwachter Robotaxis feiert, streicht das Unternehmen zeitgleich kostenlose Autopilot-Funktionen – und zwingt Kunden so in Abo-Modelle. Doch ausgerechnet aus China, dem zweitwichtigsten Markt, kommt Gegenwind.
Abo-Zwang statt Gratis-Features
Am Freitag vollzog Tesla einen bemerkenswerten Schritt: Die bislang kostenlose "Basic Autopilot"-Funktion für neue Model 3 und Model Y verschwindet. Wer künftig Autosteer nutzen will – also die Spurhaltung –, muss entweder 99 Dollar monatlich zahlen oder einmalig 8.000 Dollar investieren. Letzteres Angebot gilt nur bis zum 14. Februar 2026.
Die Botschaft ist klar: Tesla setzt auf wiederkehrende Software-Erlöse. Für Investoren ein interessanter Hebel, da Abo-Umsätze planbarer sind als volatile Fahrzeugverkäufe. Faktisch verteuert sich damit aber das Gesamtpaket für Kunden, die grundlegende Assistenzsysteme erwarten – Features, die Wettbewerber zunehmend serienmäßig anbieten.
Robotaxis rollen – mit Begleitschutz
Parallel startete Tesla in Austin den öffentlichen Betrieb seiner Robotaxis ohne Fahrer am Steuer. Musk bezeichnete dies als Meilenstein. Die Realität ist allerdings differenzierter: Wie Medienberichte von The Drive und Electrek zeigen, folgen den fahrerlosen Fahrzeugen derzeit "Chase Cars" mit Sicherheitspersonal.
Dennoch bedeutet der Schritt Fortschritt – auch wenn von vollautonomen Betrieb im engeren Sinne noch keine Rede sein kann. Die Ankündigung ließ die Aktie am Donnerstag um über vier Prozent steigen.
China erteilt Absage
Einen Dämpfer gab es am Freitag aus Peking. Nachdem Musk beim Weltwirtschaftsforum in Davos erklärt hatte, eine Zulassung des Full Self-Driving-Systems in China und Europa sei "hoffentlich nächsten Monat" zu erwarten, widersprach die staatliche Zeitung China Daily umgehend. Unter Berufung auf Regierungsquellen hieß es, diese Zeitangabe sei "nicht zutreffend".
Für Tesla ein Problem: China ist nicht nur der zweitgrößte Absatzmarkt, sondern auch ein Schlüsselfeld für Software-Abos. Lokale Konkurrenten wie BYD setzen das Unternehmen ohnehin unter Druck. Ohne FSD-Freigabe bleibt eine wichtige Erlösquelle blockiert.
Analysten bleiben skeptisch
Barclays-Analyst Dan Levy erhöhte am Freitag das Kursziel von 350 auf 360 Dollar, hält aber an der Einstufung "Equal-Weight" fest. Das neue Ziel liegt rund 20 Prozent unter dem Schlusskurs von circa 449 Dollar – ein deutliches Signal, dass die aktuelle Bewertung mit einem KGV nahe 300 kaum Spielraum für Enttäuschungen lässt.
Parallel dazu reduziert Tesla weiter Kosten: In der Gigafactory Grünheide sank die Belegschaft von etwa 12.415 auf 10.703 Mitarbeiter – ein Rückgang um 14 Prozent. Der Fokus verschiebt sich erkennbar von Produktionsvolumen auf margenstarke Software- und Autonomie-Projekte.
Am 28. Januar folgen die Zahlen
Die Quartalszahlen für Q4 2025 stehen am 28. Januar an. Investoren werden genau prüfen, wie viele Kunden nach dem Wegfall des kostenlosen Autopilots tatsächlich zum Abo greifen – und ob die Fahrzeugmargen unter dem strategischen Umbau leiden. Technisch hält sich die Aktie deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt, doch die regulatorische Blockade in China könnte den Aufwärtstrend vorerst begrenzen.
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