Tesla steckt in einer Zwickmühle – und das gleich von mehreren Seiten. Während US-Marken im Allgemeinen kaum unter einer organisierten Boykottbewegung leiden, bildet der Elektroautobauer eine auffällige Ausnahme. Was steckt dahinter?

Tesla: Die unbeliebteste US-Marke Deutschlands

Eine repräsentative Befragung von rund 1.000 Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland zeigt ein klares Bild: Nur etwa 17 Prozent der Befragten haben zuletzt tatsächlich auf US-Produkte verzichtet – von einem breiten Boykott kann also keine Rede sein. Für Technologieriesen wie Microsoft, Google oder Amazon gilt ohnehin: Sie gelten als kaum ersetzbar.

Anders bei Tesla. Das Unternehmen wird von deutschen Verbrauchern als vergleichsweise leicht austauschbar eingestuft – und der Anteil jener, die die Marke künftig meiden wollen, ist unter allen untersuchten US-Unternehmen der höchste. Als wesentlicher Treiber gilt Elon Musks politisches Engagement in Washington. Die Folgen sind handfest: Die Neuzulassungen in Deutschland brachen von rund 63.700 Einheiten im Jahr 2023 auf knapp 19.400 im vergangenen Jahr ein – ein Rückgang von fast 70 Prozent innerhalb von zwei Jahren.

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Konkurrenzdruck aus China wächst

Während Tesla in Europa kämpft, gerät auch das chinesische Wettbewerbsumfeld in Bewegung – allerdings nicht unbedingt zum Nachteil Teslas. Rivale BYD verzeichnete im Februar einen Absatzeinbruch von über 41 Prozent im Jahresvergleich und läuft Schätzungen zufolge mit einer Kapazitätsauslastung von deutlich unter 50 Prozent. Auch Teslas Gigafactory Berlin produzierte 2025 mit rund 200.000 Einheiten bei einer Jahreskapazität von über 375.000 Fahrzeugen weit unter Volllast.

NIO hingegen überraschte zuletzt positiv: Der Hersteller schrieb im vierten Quartal 2025 erstmals seit Jahren schwarze Zahlen und steigerte seinen Quartalsumsatz auf 34,65 Milliarden CNY – ein deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Institutionelle Investoren nehmen Positionen zurück

Auch auf Anlegerseite gibt es bemerkenswerte Signale. Die Zurich Insurance Group reduzierte ihre Tesla-Beteiligung im vierten Quartal 2025 um rund 16.600 Aktien auf noch etwa 600.000 Papiere. Tesla belegt damit weiterhin Rang acht im US-Portfolio des Versicherers – doch die Richtung ist eindeutig.

An der Nasdaq notiert die Aktie aktuell mit einem leichten Plus von rund 0,7 Prozent bei etwa 401,55 Dollar. Angesichts einbrechender Absatzzahlen, wachsender Konkurrenz und eines anhaltend belasteten Markenimages bleibt das Umfeld für Tesla vorerst rau.

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