Ausgerechnet am selben Tag, an dem Tesla sein Fahrassistenzsystem FSD in Europa einführt, verschärfen US-Regulierer den Druck auf das Unternehmen. Ein Kontrast, der die aktuelle Lage der Aktie gut beschreibt.

Niederlande als Türöffner

Seit heute rollt Tesla Full Self-Driving (Supervised) erstmals außerhalb Nordamerikas auf öffentlichen Straßen — zunächst in den Niederlanden. Die niederländische Zulassungsbehörde RDW erteilte die Genehmigung nach Artikel 39 der EU-Regulierung, einem Mechanismus für nationale Sonderzulassungen. Abgedeckt sind Fahrzeuge mit Hardware 3 und Hardware 4, die mindestens Softwareversion 2026.2.9 nutzen.

Entscheidend für das weitere Rollout: Das Prinzip der gegenseitigen Anerkennung erlaubt anderen EU-Mitgliedstaaten, die niederländische Zulassung zu übernehmen, ohne eigene Prüfverfahren einzuleiten. Der Weg in weitere europäische Märkte könnte damit deutlich kürzer sein als erwartet.

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NHTSA eskaliert Untersuchung

Parallel dazu stufte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA am 18. März ihre laufende FSD-Untersuchung auf eine formale Engineering-Analyse hoch — die notwendige Vorstufe für einen möglichen Rückruf. Rund 3,2 Millionen Fahrzeuge sind betroffen, darunter Model S, Model X, Model 3, Model Y und Cybertruck. Im Fokus steht die Frage, ob das System bei eingeschränkter Sicht — etwa durch Nebel, Blendung oder Staub — zuverlässig reagiert. Neun Unfälle wurden bislang mit dem System in Verbindung gebracht, darunter ein Todesfall.

Dieses Spannungsfeld zwischen europäischer Expansion und US-Regulierungsdruck belastete die Aktie zuletzt spürbar. Die Tesla-Aktie notiert seit Jahresbeginn rund zwölf Prozent im Minus.

Weitere Entwicklungen

Abseits der FSD-Debatte öffnete Tesla am 19. März sein Supercharger-Netz für Stellantis-Fahrzeuge — ein weiterer Schritt, das Ladenetz als eigenständige Einnahmequelle zu etablieren. Zudem wurde ein Streit mit dem Graphit-Lieferanten Syrah Resources verlängert: Die Frist zur Beilegung des Lieferstreits läuft nun bis zum 1. Juni 2026, während Tesla weiter an den Materialanforderungen für seine Batterieproduktion arbeitet.

Ob der europäische FSD-Start mittelfristig zum Wachstumstreiber wird, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell andere EU-Staaten die niederländische Zulassung übernehmen — und wie die NHTSA-Untersuchung ausgeht.

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