Ein Kursrutsch von fast 15 Prozent an einem einzigen Tag — und die Aktie notiert damit auf dem tiefsten Stand seit sieben Jahren. Der IT-Dienstleister Bechtle hat am Freitag seinen Ausblick für 2026 vorgelegt, und der fiel deutlich verhaltener aus als erwartet. Der Auslöser: eine angespannte Versorgungslage bei Speicherchips.

Engpass bei Speicherkomponenten drückt auf den Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Bechtle beim Umsatz und beim Vorsteuerergebnis nur mit einem Zuwachs von null bis fünf Prozent. Das Geschäftsvolumen soll immerhin um fünf bis zehn Prozent wachsen — doch diese Zielsetzung liegt spürbar unter dem, was Analysten zuletzt erwartet hatten.

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Hintergrund sind sprunghafte Preiserhöhungen und längere Lieferzeiten bei Speicherchips. Das Management sieht sich außerstande, konkretere Szenarien für den Jahresverlauf zu skizzieren, und will die Prognose künftig in kürzeren Abständen überprüfen. Mehr Klarheit erwartet das Unternehmen erst zur Jahresmitte.

Solide Basis, aber Margendruck bereits sichtbar

Die endgültigen Zahlen für 2025 unterstreichen das Spannungsfeld. Das Geschäftsvolumen legte um 8,1 Prozent auf rund 8,6 Milliarden Euro zu — der Umsatz wuchs jedoch nur um 1,6 Prozent, das Vorsteuerergebnis sank um 6,0 Prozent auf 324,2 Millionen Euro. Gestiegene Einkaufspreise für Hardware-Komponenten fraßen sich in die operative Marge.

Die finanzielle Basis bleibt dennoch stabil: Der operative Cashflow lag bei 289,8 Millionen Euro, die Liquidität zum Stichtag bei 452 Millionen Euro. Auch die Dividende bleibt mit 0,70 Euro je Aktie unverändert.

Seit den ersten Vorabmeldungen im Februar hat die Aktie mehr als 40 Prozent ihres Wertes verloren und markierte heute bei 25,78 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Das langfristige Ziel, das Geschäftsvolumen bis 2030 auf über zehn Milliarden Euro zu steigern, hält das Management aufrecht — wie glaubwürdig das wirkt, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich die Lieferketten für Speicherkomponenten normalisieren.

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