Tesla Aktie: Positive Impulse
Kanada öffnet seinen Markt wieder für in China produzierte Elektroautos, und Tesla steht bereit, davon zu profitieren. Gleichzeitig nimmt das Unternehmen sein gestopptes Dojo3-Supercomputerprojekt wieder auf und baut seine Lieferkette in Indien deutlich aus. Wie stark können diese Bausteine das Tesla-Narrativ vor den anstehenden Quartalszahlen stützen?
Kanada lockert Zölle auf China-E-Autos
Kanada hat seine Handelspolitik gegenüber in China gefertigten Elektrofahrzeugen deutlich geändert. Seit gestern ersetzt ein Einfuhrzoll von 6,1 % den bisherigen Strafzoll von 100 % – zunächst für bis zu 49.000 importierte Fahrzeuge pro Jahr. Dieses Kontingent kann innerhalb von fünf Jahren auf 70.000 Fahrzeuge steigen.
Tesla dürfte zu den Hauptprofiteuren zählen. Das Unternehmen hatte vor Einführung des 100%-Zolls bereits Fahrzeuge aus der Gigafactory Shanghai nach Kanada exportiert. Dank eines bestehenden Vertriebs- und Servicenetzes im Land kann Tesla die erleichterten Marktbedingungen voraussichtlich zügig nutzen und die Auslieferungszahlen in der Region erhöhen.
Stichpunkte zu Kanada:
- Alter Strafzoll: 100 % auf in China produzierte E-Autos
- Neuer Zoll: 6,1 % für zunächst 49.000 Fahrzeuge jährlich
- Potenzielle Erhöhung auf bis zu 70.000 Fahrzeuge in fünf Jahren
- Tesla war bereits vor dem Strafzoll ein wichtiger Importeur nach Kanada
Dojo3-Supercomputer kehrt zurück
Zusätzlichen Rückenwind für die langfristige Story bringt die Wiederaufnahme des Dojo3-Projekts. CEO Elon Musk hat gestern bestätigt, dass Tesla die Arbeiten an diesem KI-Supercomputer fortsetzt. Grundlage ist nach Unternehmensangaben ein deutlicher Fortschritt beim Design des eigenen AI5-Chips.
Der ursprüngliche Dojo-Ansatz zielt darauf, eine interne Supercomputer-Infrastruktur aufzubauen, um Software für autonomes Fahren effizienter zu trainieren. Das Projekt war zwischenzeitlich gestoppt worden. Die nun angekündigte Wiederaufnahme signalisiert, dass Tesla die Entwicklung eigener KI-Hardware weiter als zentrales Element seiner Full-Self-Driving-Pläne betrachtet.
Lieferkette: Mehr Teile aus Indien
Parallel dazu setzt Tesla seine Strategie zur Diversifizierung der Lieferkette fort. Berichte vom 19. Januar zufolge hat das Unternehmen den Bezug von Auto-Komponenten aus Indien im Jahr 2025 nahezu verdoppelt. Das Volumen lag demnach bei geschätzten 4 bis 4,5 Milliarden US-Dollar, basierend auf Angaben mit der Angelegenheit vertrauter Quellen.
Damit reduziert Tesla die Abhängigkeit von traditionellen Fertigungsstandorten und stärkt die Robustheit seines globalen Produktionsnetzwerks. Die Ausweitung der Zusammenarbeit mit indischen Zulieferern ist ein weiterer Baustein in dieser breiter angelegten Strategie.
Einordnung und Ausblick
Das Zusammenspiel aus Zollentlastung in Kanada, der Wiederaufnahme von Dojo3 und dem Ausbau der indischen Lieferkette sorgt kurz vor den anstehenden Zahlen für positive Akzente. Der kanadische Markt bietet kurzfristig die Chance auf zusätzliche Auslieferungen – ein Kennwert, auf den Investoren besonders achten. Vor Einführung des 100%-Zolls gehörte Tesla bereits zu den wichtigsten Importeuren von Elektrofahrzeugen nach Kanada.
Gleichzeitig stützt die Rückkehr von Dojo3 die KI- und Robotik-Erzählung, die für viele Anleger ein wichtiger Bestandteil der Bewertung bleibt. Während sich der Wettbewerb im klassischen Fahrzeuggeschäft verschärft, wird das Potenzial im autonomen Fahren häufig als Differenzierungsfaktor gesehen. Die verstärkte Einbindung indischer Lieferanten unterstreicht zudem den Anspruch, geopolitische Risiken in der Produktion aktiv zu managen.
Der nächste zentrale Termin ist der Bericht zum vierten Quartal 2025, der nach Handelsschluss am 28. Januar erwartet wird. Im Fokus stehen dann insbesondere der Ausblick auf die Auslieferungen 2026, Aussagen zu den Margen sowie Projekt-Updates zu Cybercab und dem humanoiden Roboter Optimus. Die jüngsten Ankündigungen zu Kanada und Dojo3 dürften in der anschließenden Investorenkonferenz eine wichtige Rolle spielen.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 20. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








