Shell Aktie: Europa-Warnung im April
Shell-Chef Wael Sawan warnt vor einer drohenden Energieknappheit in Europa. Während der Konflikt im Nahen Osten die Märkte in Asien bereits seit Wochen belastet, dürfte die Versorgungswelle im April den europäischen Kontinent erreichen. Die Blockade der Straße von Hormuz gefährdet dabei rund 20 Prozent der globalen Öl- und Gasströme.
Versorgungsengpässe rücken näher
Die Auswirkungen des Konflikts zeigen sich bereits deutlich: In Ländern wie Indien oder den Philippinen wurden aufgrund von Treibstoffmangel bereits Vier-Tage-Wochen eingeführt, um den Energieverbrauch zu drosseln. Sawan geht davon aus, dass nach den Störungen bei Flugkraftstoffen nun Diesel und Benzin knapp werden könnten – ausgerechnet zum Beginn der Sommersaison in der nördlichen Hemisphäre. Shell arbeitet derzeit intensiv mit Regierungen zusammen, um die Lagerhaltung und den strategischen Einkauf zu koordinieren. Der Konzernchef kritisierte dabei eine mangelnde Vorbereitung in Europa, die dazu führe, dass man sich derzeit lediglich im Reaktionsmodus befinde.
Venezuela als neuer Hoffnungsträger
Um die Abhängigkeit von instabilen Regionen langfristig zu verringern, richtet der Konzern seinen Blick verstärkt nach Südamerika. Im Zentrum stehen Erdgasprojekte in Venezuela, die über Trinidad und Tobago als Flüssigerdgas (LNG) monetarisiert werden sollen. Das sogenannte Dragon-Projekt könnte noch vor Jahresende die finale Investitionsentscheidung erhalten, sofern die fiskalischen und rechtlichen Hürden im Land eine stabile Umsetzung erlauben. Sawan betonte, dass solche Strategien eine Vorlaufzeit von fünf bis zehn Jahren benötigen, um echte Resilienz aufzubauen.
Marktreaktion und technische Lage
Die geopolitischen Spannungen haben den Ölpreis über die Marke von 100 US-Dollar getrieben. Innerhalb nur eines Monats verteuerten sich die Rohstoffe am Markt um bis zu 60 Prozent. Die Shell-Aktie notiert aktuell bei 44,66 US-Dollar und liegt damit nur etwa 2,7 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 45,91 US-Dollar. Mit einem RSI von 83,2 signalisiert der Titel jedoch eine technisch überkaufte Lage, was nach der jüngsten Rally zur Vorsicht mahnt.
Iran hat signalisiert, zumindest Schiffen ohne Verbindung zu den USA oder Israel die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz weiterhin zu erlauben. Shell konzentriert sich derweil darauf, die Lagerkapazitäten in Europa zu optimieren, bevor die prognostizierten Lieferengpässe im April die Märkte voll treffen.
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