Tesla Aktie: FSD-Wende
Tesla verändert sein Geschäftsmodell: Ab Mitte Februar wird die Full Self-Driving Software nicht mehr als Einmalkauf angeboten. CEO Elon Musk setzt künftig ausschließlich auf ein Abo-Modell. Gleichzeitig rückt im US-Kongress ein Gesetz näher, das Teslas Robotaxi-Pläne massiv beschleunigen könnte. Die Aktie notiert bei 440 Dollar – während Analysten zwischen 130 und 600 Dollar als faire Bewertung divergieren.
Aus Einmalkauf wird Abo-Zwang
Am 14. Januar kündigte Musk via X an: Nach dem 14. Februar 2026 können Kunden FSD nicht mehr für einmalig 8.000 Dollar erwerben. Stattdessen wird ein monatliches Abo für 99 Dollar zur einzigen Option.
Die Umstellung hat weitreichende Folgen:
- Planbare Einnahmen: Abos generieren kontinuierliche Cashflows statt unregelmäßiger Einmalkäufe
- Hardware-Freiheit: Tesla muss ältere Fahrzeuge mit Lifetime-FSD-Käufen nicht mehr mit neuer Hardware nachrüsten
- Flexible Preisgestaltung: Das Unternehmen kann die monatliche Gebühr einfacher an Funktionserweiterungen anpassen
Laut CFO Vaibhav Taneja nutzen derzeit etwa 12 Prozent der Tesla-Flotte FSD als zahlende Kunden. Musks Vergütungspaket enthält ein Ziel von 10 Millionen aktiven FSD-Abonnenten – die Umstellung auf reine Abo-Struktur dürfte dieses Ziel beschleunigen.
Parallel läuft Gegenwind von Regulierern: Kaliforniens Verkehrsbehörde warf Tesla im Dezember irreführende Werbung zu den Fähigkeiten seiner Selbstfahr-Systeme vor. Zudem steht eine Sammelklage von Verbrauchern in der Berufung.
Kongress ebnet Weg für Robotaxis
Der Haushaltsausschuss des US-Kongresses prüfte am 13. Januar den „SELF DRIVE Act of 2026" – mit parteiübergreifender Unterstützung. Das Gesetz würde die Zahl genehmigter autonomer Fahrzeuge von 2.500 auf 90.000 pro Jahr erhöhen und den Flickenteppich bundesstaatlicher Regelungen vereinheitlichen.
Für Teslas Cybercab-Robotaxi wäre das ein Durchbruch: Eine Serienproduktion könnte bereits 2027 starten. Bislang betreibt Tesla einen begrenzten Service in Austin mit Sicherheitsfahrern an Bord und einen Fahrdienst in San Francisco mit Lenkern am Steuer.
Analysten zwischen Euphorie und Abgesang
Die Bewertungsspanne unter Experten ist extrem. Wedbush und New Street Research sehen die Aktie bei 600 Dollar, Wells Fargo bei 130 Dollar – eine Differenz von 470 Dollar bei einem Mega-Cap-Wert ist außergewöhnlich.
Skeptiker verweisen auf:
- Rückläufige Auslieferungen: Im vierten Quartal 2025 sanken die Verkäufe um 16 Prozent auf 418.227 Fahrzeuge
- Verschärfter Wettbewerb: BYD überholte Tesla 2025 als weltgrößter E-Auto-Hersteller
- Bewertung: Das KGV liegt nahe 300 – der höchste Stand seit fast fünf Jahren
Optimisten setzen auf die Diversifikation in Robotik, Energiespeicher und wiederkehrende Software-Erlöse, die noch nicht im Kurs eingepreist seien.
Quartalszahlen am 28. Januar
Tesla veröffentlicht am Mittwochabend nach Börsenschluss die Q4-Ergebnisse. Analysten erwarten für 2025 erstmals als börsennotiertes Unternehmen rückläufige Umsätze. Für 2026 prognostizieren sie jedoch eine Erholung auf 107,5 Milliarden Dollar (+14 Prozent) und einen Gewinnanstieg um 32 Prozent auf 2,17 Dollar je Aktie.
Im US-Markt hält Tesla laut Kelley Blue Book einen Anteil von 58,9 Prozent bei E-Autos. Das Model Y bleibt nach Unternehmensangaben das weltweit meistverkaufte Auto, wobei externe Daten den Toyota RAV4 2025 wieder auf Platz eins sehen.
Die FSD-Umstellung kombiniert mit möglichen Regulierungsvorteilen durch den SELF DRIVE Act markiert eine strategische Weichenstellung. Die Quartalszahlen werden zeigen, ob Tesla den Übergang zu wiederkehrenden Software-Erlösen meistert, während das Kerngeschäft stabilisiert werden muss.
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