Tesla Aktie: Fordert Tribut?
Tesla muss einen herben Rückschlag verkraften: Im vierten Quartal 2025 brachen die Auslieferungen zweistellig ein, womit der US-Konzern seine Krone als größter E-Auto-Hersteller der Welt offiziell an BYD verliert. Doch während das Kerngeschäft schwächelt, hält sich der Aktienkurs im Vergleich zum Jahrestief erstaunlich robust. Setzen Investoren nun alles auf die Karte Robotik und KI?
Verlust der Marktführerschaft
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit 418.227 ausgelieferten Fahrzeugen im vierten Quartal verfehlte Tesla nicht nur die Erwartungen der Wall Street, sondern verzeichnete auch einen Rückgang von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders schmerzhaft ist der direkte Vergleich mit der Konkurrenz. Der chinesische Rivale BYD steigerte seinen Absatz 2025 auf 2,26 Millionen reine Elektrofahrzeuge und verdrängte Tesla damit erstmals in einem vollen Kalenderjahr von der Spitzenposition.
Verantwortlich für die Nachfrageschwäche sind vor allem zwei Faktoren. Zum einen lief die US-Steuergutschrift für E-Autos Ende September 2025 aus, was Käufe in das dritte Quartal vorzog und im vierten Quartal eine Lücke hinterließ. Zum anderen kämpft Tesla in Europa mit massivem Gegenwind: Die Neuzulassungen sanken dort in den ersten elf Monaten um fast 40 Prozent. Marktbeobachter führen dies unter anderem auf eine zunehmende Konsumentenzurückhaltung aufgrund der politischen Aktivitäten von CEO Elon Musk zurück.
Lichtblick im Energiegeschäft
Während die Autoverkäufe schwächeln, entwickelt sich die Energiesparte zunehmend zum stabilisierenden Faktor. Die installierte Speicherkapazität erreichte im Schlussquartal mit 14,2 GWh einen neuen Rekordwert. Dieser Geschäftsbereich wächst nicht nur, er ist mittlerweile auch profitabler als das Autogeschäft selbst. Mit Bruttomargen von fast 26 Prozent könnte die Energiesparte 2026 zu einem entscheidenden Gewinntreiber werden und die Rückgänge im Fahrzeugbereich teilweise kompensieren.
Fundamentaldaten vs. Zukunftsvision
Trotz der enttäuschenden Absatzzahlen notiert die Aktie mit 438,07 USD weit über ihrem 52-Wochen-Tief. Analysten wie Dan Ives von Wedbush sehen den Grund in einer Entkopplung des Kurses vom reinen Autoverkauf. Die Bewertung stützt sich zunehmend auf Musks Visionen für autonomes Fahren (FSD), das geplante "Cybercab" und Robotik-Projekte.
Dennoch bleibt die Lage angespannt. Das Analysten-Konsensziel liegt mit rund 395 USD spürbar unter dem aktuellen Kursniveau, was auf ein gewisses Rückschlagspotenzial hindeutet. Am 28. Januar 2026 wird Tesla seine Finanzzahlen für das vierte Quartal vorlegen. Experten rechnen bereits mit einem Gewinnrückgang von fast 40 Prozent, weshalb der Ausblick auf 2026 entscheidend für die weitere Kursentwicklung sein wird.
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