Tesla steht vor einer richtungsweisenden Woche. Am 28. Januar folgen die Quartalszahlen für Q4 2025 – und die Wall Street erwartet einen deutlichen Gewinnrückgang. Gleichzeitig hat der Konzern eine strategische Weichenstellung vorgenommen, die das Geschäftsmodell fundamental verändern könnte: Autopilot wird eingestellt, Kunden sollen künftig für autonomes Fahren zahlen.

Analysten rechnen mit Gewinneinbruch

19 Investmentbanken – darunter Wedbush Securities, UBS, Wells Fargo und Morgan Stanley – haben ihre Schätzungen für das vierte Quartal abgegeben. Der Konsens: Tesla dürfte 24,5 Milliarden Dollar Umsatz erzielt haben, davon 17,3 Milliarden im Automobilgeschäft. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnen Analysten mit 0,44 Dollar – ein Rückgang von bis zu 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für das Gesamtjahr 2026 erwarten die Experten Erlöse von 104 Milliarden Dollar und Auslieferungen von 1,72 Millionen Fahrzeugen. Model 3 und Model Y sollen dabei 1,6 Millionen Einheiten ausmachen.

Autopilot gestrichen – Abo-Zwang für Autosteer

Tesla hat in den USA und Kanada das bisherige Autopilot-Feature ersatzlos gestrichen. Neuwagen verfügen künftig nur noch über eine einfache Geschwindigkeitsregelung. Wer Spurhaltung und Autosteer nutzen möchte, muss Full Self-Driving (Supervised) für 99 Dollar monatlich abonnieren.

Die einmalige Kaufoption für 8.000 Dollar läuft am 14. Februar aus. CEO Elon Musk kündigte an, den Abo-Preis mit zunehmenden Fähigkeiten des Systems anzuheben. Der „massive Wertzuwachs" komme dann, wenn unüberwachtes Fahren möglich sei – Kunden also während der Fahrt schlafen oder ihr Smartphone nutzen könnten.

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Bislang zahlen nur 12 Prozent der Tesla-Besitzer für FSD. Das Unternehmen muss diese Quote dringend steigern: 10 Millionen aktive FSD-Abos sind an Musks 1-Billion-Dollar-Vergütungspaket gekoppelt.

Robotaxis und Davos-Versprechen

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos stellte Musk ambitionierte Ziele vor. Bis Ende 2026 soll der fahrerlose Robotaxi-Service in den USA „sehr, sehr weit verbreitet" sein. Die humanoiden Optimus-Roboter will Tesla ab Ende 2027 an Endkunden verkaufen. In Europa rechnet der Konzern binnen Wochen mit der FSD-Zulassung.

In Austin betreibt Tesla bereits einen Robotaxi-Dienst ohne Sicherheitsfahrer – ein wichtiger Meilenstein für die Autonomie-Ambitionen. Einige Versicherer bieten FSD-Nutzern mittlerweile halbierte Prämien an.

Bewertung bleibt angespannt

Die Aktie notiert bei knapp 450 Dollar und ist mit dem 200-Fachen des erwarteten Gewinns bewertet. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 16,5. Barclays hält an seiner neutralen Einschätzung fest und hob das Kursziel von 350 auf 360 Dollar an – deutlich unter dem aktuellen Niveau.

Hinzu kommen externe Risiken: Musk kritisierte in Davos hohe Solarzölle der Trump-Regierung und warnte vor künstlich verteuerten Energiekosten. Mit drohenden Strafzöllen auf Kanada und geopolitischen Spannungen wachsen die Unsicherheiten.

Die Quartalszahlen am 28. Januar werden zeigen, ob Tesla seine Investoren mit der KI- und Autonomie-Story bei Laune halten kann – trotz sinkender Gewinne und zunehmendem Wettbewerb.

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