Die Stimmung rund um Tesla ist derzeit extrem gespalten. Während das Kerngeschäft mit Elektroautos den stärksten Rückgang der Unternehmensgeschichte verzeichnet, klammern sich Investoren an die Hoffnungen im Bereich des autonomen Fahrens. Der Markt steht vor einer entscheidenden Frage: Kann die Fantasie um künstliche Intelligenz die fundamentalen Probleme im Autoverkauf dauerhaft überdecken?

Historischer Einbruch beim Absatz

Die nackten Zahlen zum Autogeschäft zeichnen ein ernüchterndes Bild. Im Jahr 2025 lieferte Tesla rund 1,63 Millionen Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies markiert den größten Einbruch auf Jahresbasis in der Geschichte des Unternehmens. Besonders das vierte Quartal drückte mit einem Minus von 16 Prozent auf die Bilanz.

Verantwortlich für diese Entwicklung sind vor allem das Erstarken günstigerer Konkurrenten und das Auslaufen staatlicher Förderungen, wie der US-Steuergutschrift im September 2025. Die Folge dieser Schwächephase ist eine Zäsur in der globalen Rangordnung: Der chinesische Konkurrent BYD hat Tesla überholt und ist nun der weltweit führende Verkäufer von Elektrofahrzeugen.

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Die Wette auf die KI-Zukunft

Im starken Kontrast zur Absatzschwäche steht die aggressive Strategie im Bereich des autonomen Fahrens. Der offizielle Start "unüberwachter" Robotaxi-Fahrten für die Öffentlichkeit in Austin, Texas, sorgt für Fantasie bei Anlegern. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Signal, dass der Wandel vom reinen Autohersteller hin zu einem KI- und Robotik-Konzern voranschreitet. Analysten wie jene von Barclays reagierten bereits und hoben ihre Kursziele an, wobei sie explizit den Wegfall von Sicherheitsfahrern als Meilenstein hervorhoben.

Doch auch hier gibt es Warnsignale. Berichte, wonach die autonomen Einheiten weiterhin von Begleitfahrzeugen verfolgt werden, werfen Fragen über den tatsächlichen Grad der Autonomie auf. Zudem bleibt die Flotte in Austin deutlich hinter den ursprünglichen Skalierungsversprechen von CEO Elon Musk zurück.

Bewertung unter Druck

Diese Diskrepanz zwischen Hoffnung und Realität spiegelt sich im Kurs wider. Die Aktie verlor auf Wochensicht rund 10 Prozent und notiert aktuell bei 392,90 Euro. Kritiker warnen, dass der Erfolg der Robotaxi-Sparte bereits weitgehend eingepreist ist und die Bewertung kaum Raum für Fehltritte lässt.

Der entscheidende Impuls wird nun für den 28. Januar erwartet. Mit der Vorlage der Quartalszahlen muss das Management nicht nur Rechenschaft über die sinkenden Margen im Autogeschäft ablegen, sondern auch beweisen, dass die Robotaxi-Pläne mehr sind als nur ein Ablenkungsmanöver von der schwächelnden Kernsparte.

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