Die Geduld der Anleger wird auf die Probe gestellt: Charttechnisch kippt die TeamViewer Aktie weiter weg, während viele Kennzahlen auf eine bereits stark gefallene Bewertung hindeuten. Im Februar steht zudem ein Termin an, der die Stimmung schlagartig drehen – oder die Schwäche zementieren könnte.

Technische Lage klar schwach

Die Aktie notierte gestern bei 5,70 Euro und liegt damit rund 50 % unter dem Niveau vor zwölf Monaten. Vom 52‑Wochen-Hoch bei 13,42 Euro ist der Kurs aktuell mehr als die Hälfte entfernt, der Abstand beträgt etwa 58 %. Kurzfristig fällt vor allem eines ins Auge: Der Titel hat einen wichtigen gleitenden Durchschnitt nach unten durchbrochen.

Im ursprünglichen Signal stand die 38‑Tage-Linie im Fokus, die Funktion ist aber vergleichbar mit der viel beachteten 50‑Tage-Linie. Der aktuelle Kurs liegt knapp unter dem 50‑Tage-Durchschnitt von 5,81 Euro und deutlich unter der 200‑Tage-Linie bei 8,04 Euro. Damit ist die kurzfristige wie auch die mittelfristige Trendausrichtung negativ.

Unterstützt wird das Bild von weiteren Kennzahlen:

  • 7‑Tage-Veränderung: -2,57 %
  • 30‑Tage-Veränderung: -5,87 %
  • 12‑Monats-Performance: -50,41 %
  • Abstand zur 200‑Tage-Linie: rund -29 %
  • RSI (14 Tage): 27,6 – technisch bereits im überverkauften Bereich
  • 52‑Wochen-Tief: 5,41 Euro, aktuell nur gut 5 % darüber

Der RSI deutet darauf hin, dass die Aktie kurzfristig stark abverkauft ist. Das schließt weitere Rückgänge nicht aus, signalisiert aber, dass ein Großteil des Drucks bereits im Kurs verarbeitet sein könnte.

Gemischtes Bild zwischen Bewertung und Stimmung

Trotz der schwachen Kursentwicklung wird die Aktie fundamental als günstig beschrieben, unter anderem mit Blick auf ein niedrigeres Kurs-Gewinn-Verhältnis. Konkrete Bewertungskennzahlen wurden zwar nicht genannt, die Einordnung zeigt aber, dass die operative Lage nicht im gleichen Ausmaß unter Druck steht wie der Kurs.

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Ein weiterer Baustein in diesem Bild: Ein großer Vermögensverwalter wie BlackRock hält seine Position in dem MDAX-Titel. Das wird im Markt als Hinweis gewertet, dass institutionelle Investoren die fundamentale Basis des Geschäftsmodells weiterhin für tragfähig halten.

Die Ausgangslage lässt sich derzeit so zusammenfassen:

  • Technisches Signal: Bruch eines wichtigen kurzfristigen Durchschnitts, Trend klar abwärtsgerichtet.
  • Bewertung: Von Analystenseite als günstig beschrieben, Hinweis auf niedriges KGV.
  • Kursverlauf: Deutliche Schwäche über 12 Monate, zuletzt leichte Verluste.
  • Stimmung: Kurzfristig belastet, aber mit einzelnen Hoffnungsankern auf der fundamentalen Seite.

Die Diskrepanz zwischen schwacher Kursstruktur und vergleichsweise positiver Bewertung ist damit der Kernkonflikt: Der Markt preist Risiken ein, während Kennzahlen auf eine mögliche Unterbewertung hinweisen.

10. Februar rückt in den Fokus

Am 10. Februar will das Unternehmen die finalen Jahreszahlen und den Ausblick für 2026 vorlegen. Dieser Termin gilt als möglicher Wendepunkt, weil dann klarer wird, ob die operative Entwicklung mit dem aktuellen Kursniveau vereinbar ist.

Im Vorfeld positionieren sich Marktteilnehmer bereits für dieses Ereignis. Auf der einen Seite stehen Anleger, die den anhaltenden Abwärtstrend und die Distanz zur 200‑Tage-Linie als Warnsignal sehen. Auf der anderen Seite gibt es Investoren, die auf eine positive Überraschung beim Ausblick setzen und die aktuelle Schwächephase als Chance interpretieren.

Entscheidend wird sein, ob das Management eine überzeugende Perspektive für Umsatz- und Ergebnisentwicklung im laufenden Jahr zeichnen kann. Gelingt es, das Vertrauen in stabile oder wachsende Cashflows zu stärken, hätte die Aktie aus Bewertungs- und Sentiment-Sicht Spielraum nach oben. Bleibt der Ausblick dagegen hinter den Erwartungen zurück, könnte der Druck auf den ohnehin schwachen Kurs anhalten und das jüngste 52‑Wochen-Tief wieder in Reichweite geraten.

Im Ergebnis steht die TeamViewer Aktie damit an einem technisch angeschlagenen, aber klar definierten Punkt: Kurzfristig dominieren die Verkäufer, doch der Bericht am 10. Februar bietet eine konkrete Chance, dieses Bild zu bestätigen oder zu korrigieren.

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