TeamViewer liefert solide operative Zahlen, doch an der Börse bleibt Zurückhaltung spürbar. Umsatz- und Margenziele für 2025 wurden bestätigt, gleichzeitig liegt der Kurs weit unter früheren Höchstständen und Short-Seller bleiben aktiv. Wie passt diese Diskrepanz zwischen operativer Stabilität und schwacher Kursentwicklung zusammen?

Operativ im Plan, Wachstum verhalten

Mit dem Topline-Trading-Update vom 9. Januar 2026 hat TeamViewer die Erwartungen des Marktes im Wesentlichen getroffen. Nach vorläufigen Berechnungen lag der Pro-forma-Umsatz 2025 bei rund 767 Millionen Euro – ein währungsbereinigtes Plus von etwa 5 Prozent und damit im Rahmen der Prognose.

Besonders wichtig für den Markt: Die bereinigte EBITDA-Marge von rund 44 Prozent wurde bestätigt. Das unterstreicht, dass das Softwareunternehmen seine Profitabilität auch bei moderatem Wachstum hoch halten kann.

Ein positiver Akzent kam aus dem vierten Quartal 2025. Das Annual Recurring Revenue (ARR) legte gegenüber dem Vorquartal um etwa 11 Millionen Euro zu. Nach einer eher zähen Dynamik in den ersten neun Monaten ist das ein Zeichen, dass das Abo-Geschäft zum Jahresende wieder etwas an Fahrt aufgenommen hat.

Wichtige operative Kennzahlen (vorläufig FY 2025):

  • Pro-forma-Umsatz: ca. 767 Mio. Euro
  • Umsatzwachstum (währungsbereinigt): rund +5 %
  • Bereinigte EBITDA-Marge: ca. 44 %
  • ARR: rund 760 Mio. Euro

Investorenbewegungen und Short-Interest

Trotz dieser soliden Basis bleibt die Stimmung im Markt verhalten. Auf der Seite der institutionellen Investoren kam es im Januar zu Anpassungen: Goldman Sachs hat seine direkt gehaltenen Stimmrechte reduziert, hält jedoch weiterhin Positionen über Derivate. Das signalisiert kein abruptes Aussteigen, aber auch kein klares Bekenntnis.

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Parallel dazu bleibt das Interesse von Leerverkäufern bestehen. Meldungen vom 23. Januar 2026 zeigen, dass Hedgefonds ihre Short-Positionen zwar angepasst, aber nicht geschlossen haben. Der anhaltende Short-Interest trägt dazu bei, dass der Titel unter Druck bleibt.

Chartseitig spiegelt sich diese Skepsis deutlich wider. Die Aktie notiert heute bei rund 5,76 Euro und damit über 57 Prozent unter dem 52‑Wochen-Hoch von 13,42 Euro Ende April 2025. Auf Sicht von zwölf Monaten ergibt sich ein Rückgang von knapp der Hälfte des Börsenwerts.

Charttechnik: Suche nach einem Boden

Technisch bewegt sich die Aktie in einer spannenden, aber fragilen Phase. Nach der kurzfristigen Stabilisierung um die 50-Tage-Linie (aktuell etwa 5,81 Euro) sendet der Kurs ein erstes, vorsichtiges Entspannungssignal. Der seit Monaten bestehende Abwärtstrend ist damit jedoch noch nicht gebrochen.

Einige zentrale technische Daten zum aktuellen Bild:

  • Aktueller Kurs: 5,76 Euro
  • Veränderung heute: +0,44 %
  • 52-Wochen-Hoch: 13,42 Euro (Abstand: -57,08 %)
  • 52-Wochen-Tief: 5,41 Euro (Abstand: +6,47 %)
  • 200-Tage-Durchschnitt: 8,11 Euro (Abstand: -29,00 %)
  • RSI (14 Tage): 27,6 (überverkauftes Niveau)
  • Volatilität (30 Tage, annualisiert): 69,29 %

Der deutliche Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt unterstreicht den intakten Abwärtstrend im langfristigen Bild. Gleichzeitig deutet ein RSI unter 30 auf ein überverkauftes Niveau hin – eine Konstellation, in der zumindest technische Gegenbewegungen möglich sind. Für eine echte Trendwende müssten allerdings mehrere Widerstandsmarken überwunden werden, um wieder breiteres Käuferinteresse auszulösen.

Termine als mögliche Impulsgeber

Kurzfristig richtet sich der Blick auf den 10. Februar 2026. Dann will TeamViewer die endgültigen Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegen und voraussichtlich auch einen Ausblick auf 2026 geben. Entscheidend wird sein, ob das Management eine glaubhafte Perspektive auf wieder höheres Wachstum bei weiterhin starker Profitabilität präsentieren kann.

Weitere relevante Termine sind:

    1. März 2026: Geschäftsbericht 2025
    1. Mai 2026: Quartalsmitteilung Q1 2026
    1. Juni 2026: Hauptversammlung

Damit liegen mehrere potenzielle Kurstreiber bereits fest im Kalender. Gelingt es dem Unternehmen, beim Ausblick im Februar eine Beschleunigung des Wachstums zu skizzieren und zugleich die Margenstärke zu untermauern, könnte das die Basis für eine nachhaltigere Erholung des stark gefallenen Kurses legen.

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