Der Ausverkauf beim Göppinger Softwarekonzern kennt derzeit kein Halten. Trotz einer optisch günstigen Bewertung flüchten Anleger aus dem Papier und drücken den Kurs auf ein kritisches Niveau, das kaum noch Spielraum nach unten lässt. Marktbeobachter stellen sich die Frage: Ist das eine irrationale Übertreibung oder preist die Börse angesichts der Verschuldungssituation zu Recht massive Risiken ein?

Die harten Fakten zur aktuellen Lage:

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  • Aktueller Kurs: 5,43 €
  • Abstand zum 52-Wochen-Tief: 0,28%
  • Performance seit Jahresanfang: -8,04%
  • Performance 12 Monate: -48,46%
  • RSI (14 Tage): 27,6 (überverkauft)

Institutionelle Anleger ziehen die Reißleine

Die Dynamik der Abwärtsbewegung ist alarmierend. Mit einem aktuellen Kurs von 5,43 Euro notiert die Aktie nur noch hauchdünn über dem 52-Wochen-Tief von 5,42 Euro. Der Trend zeigt dabei klar nach unten: Allein in den letzten sieben Tagen verlor das Papier fast 12 Prozent an Wert.

Besonders das Handelsvolumen deutet darauf hin, dass hier nicht nur Kleinanleger agieren. Mit zuletzt 2,75 Millionen gehandelten Stücken liegt der Umsatz weit über dem Durchschnitt von rund einer Million Aktien. Dies signalisiert, dass institutionelle Investoren ihre Positionen aktiv abbauen und dem Titel den Rücken kehren. Der Relative-Stärke-Index (RSI) von 27,6 weist zwar auf eine technisch überverkaufte Situation hin, konnte den Abwärtstrend bisher jedoch nicht stoppen.

Bewertung zwischen Schnäppchen und Warnsignal

Fundamental betrachtet ergibt sich ein widersprüchliches Bild. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 7,7 liegt TeamViewer weit unter dem Branchendurchschnitt von 27,65. Die Marktkapitalisierung ist auf rund 850 Millionen Euro zusammengeschmolzen – ein Bruchteil früherer Bewertungen.

Dieser optischen Günstigkeit steht jedoch eine massive Verschuldung gegenüber. Eine Quote von über 760 Prozent des Eigenkapitals wirkt im aktuellen Marktumfeld als schwerer Ballast. Analysten sehen hier zwar teils erhebliches Aufwärtspotenzial mit Kurszielen bis zu 17,00 Euro, doch der Markt ignoriert diese Einschätzungen momentan vollständig und fokussiert sich auf die Bilanzrisiken.

Solide Zahlen verpuffen wirkungslos

Dass operative Stabilität allein nicht ausreicht, zeigte die Reaktion auf das Trading Update vom 9. Januar. Die vorläufigen Zahlen für 2025 lagen im Rahmen der Erwartungen:
* Umsatz: ca. 767 Millionen Euro (+5% währungsbereinigt)
* EBITDA-Marge: stabil bei rund 44%

Während das Geschäft mit Großkunden (Enterprise) wuchs und zwei neue strategische Aufträge über 10 Millionen Euro einbrachte, bremste der schwache US-Dollar die Entwicklung. Ohne Währungseffekte wäre das wiederkehrende Geschäft (ARR) stärker ausgefallen. Für den Aktienkurs brachten diese soliden, aber unspektakulären Nachrichten keine Wende.

Am 10. Februar 2026 wird TeamViewer die endgültigen Ergebnisse vorlegen. Investoren werden dann primär darauf achten, ob das Management einen glaubwürdigen Plan zum Schuldenabbau präsentiert, um das Vertrauen zurückzugewinnen. Bis dahin bleibt die Verteidigung der Marke von 5,42 Euro essenziell, um ein weiteres technisches Verkaufssignal zu verhindern.

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