TeamViewer Aktie: Short-Wetten steigen
Kurz vor den nächsten Geschäftszahlen prallen die Einschätzungen zu TeamViewer hart aufeinander. Während ein großer US-Hedgefonds seine Short-Position ausbaut, bleiben mehrere Analystenhäuser deutlich optimistischer. Für Anleger stellt sich damit die Frage: Wer liegt näher an der Realität – die Skeptiker oder die Fundamentalanalysten?
Hedgefonds setzen verstärkt auf fallende Kurse
Neue Meldungen aus dem Bundesanzeiger vom Samstag zeigen ein klares Signal: AQR Capital Management hat seine Netto-Leerverkaufsposition in der TeamViewer-Aktie weiter erhöht. Zwischen dem 22. und 23. Januar wurde der Anteil der leerverkauften Aktien von 2,92 Prozent auf 3,01 Prozent ausgebaut.
Mit dem Sprung über die Marke von 3 Prozent unterstreicht AQR seine negative Sicht auf den Titel. Eine so hohe meldepflichtige Short-Quote bedeutet, dass der Fonds deutlich auf weiter sinkende Kurse setzt – und das unmittelbar vor der Vorlage der vollständigen Jahreszahlen.
Gleichzeitig ziehen sich andere Short-Seller leicht zurück:
- Qube Research & Technologies: Reduktion von 2,15 % auf 2,05 %
- Citadel Securities (Europe): Rückgang von 0,60 % auf 0,53 %
Diese gegenläufigen Bewegungen deuten auf eine gespaltene Sicht der professionellen Investoren hin. Einige rechnen offenbar mit weiterem Abwärtspotenzial, andere sichern Gewinne aus bestehenden Short-Positionen oder nehmen Risiko vom Tisch.
Kursseitig spiegelt sich die Unsicherheit in einer anhaltenden Schwächephase wider. Die Aktie schloss den Handel am Freitag bei 5,82 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von rund 46 Prozent, der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch von 13,42 Euro beträgt fast 57 Prozent.
Analysten sehen Unterbewertung
Während ein Teil der Hedgefonds auf fallende Kurse setzt, kommen aus der Analystenwelt deutlich andere Signale. So bezeichnete die Bank of America die Aktie am 13. Januar als „deutlich unterbewertet“. Auch andere Analysehäuser sehen in ihren Kurszielen spürbares Aufwärtspotenzial.
Damit prallen zwei Lager aufeinander: Auf der einen Seite die Leerverkäufer, die ihre Skepsis durch hohe Short-Quoten untermauern. Auf der anderen Seite Analysten, die auf Basis der vorliegenden Geschäftsdaten und Bewertungen Chancen sehen.
Worauf zielen die Short-Seller? Nach den bisherigen Unternehmensmeldungen richten sich die Wetten eher auf die zukünftige Entwicklung als auf die bereits bekannten Zahlen. TeamViewer hatte am 9. Januar vorläufig mitgeteilt, die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2025 erreicht zu haben. Operativ gab es damit keine unmittelbare negative Überraschung.
Entscheidend wird daher, welche Erwartungen das Management für das laufende Jahr 2026 formuliert. Genau an dieser Stelle scheinen sich die Wege von Analysten und Hedgefonds zu trennen: Die einen rechnen mit weiterem Wachstum, die anderen zweifeln offenbar an der Nachhaltigkeit dieser Perspektive.
Chartbild: Schwach, aber nicht kollabiert
Das aktuelle Kursniveau zeigt, wie stark das Vertrauen bereits erodiert ist. Mit einem Jahresminus von über 46 Prozent und einem Abstand von knapp 57 Prozent zum 52‑Wochen-Hoch ist die Aktie deutlich zurückgefallen. Gleichzeitig notiert der Kurs nur noch rund 7 Prozent über dem jüngsten 52‑Wochen-Tief.
Auffällig: Trotz der Schwäche liegt der Schlusskurs von 5,82 Euro nahezu auf dem 50‑Tage-Durchschnitt von 5,80 Euro. Zum 200‑Tage-Durchschnitt besteht dagegen ein deutlicher Abstand von knapp 29 Prozent nach unten – ein klares Zeichen für einen übergeordneten Abwärtstrend.
Der 14‑Tage‑RSI von 27,6 signalisiert zudem einen überverkauften Zustand. In der technischen Analyse gilt ein RSI unter 30 häufig als Hinweis darauf, dass der Verkaufsdruck kurzzeitig überzogen sein könnte. Das ändert nichts am skeptischen Gesamtbild, zeigt aber, dass die Abwärtsbewegung bereits weit fortgeschritten ist.
10. Februar als möglicher Wendepunkt
Der nächste klare Fixpunkt steht bereits fest: Am 10. Februar 2026 legt TeamViewer die vollständigen, geprüften Zahlen für 2025 vor – inklusive der neuen Prognose für 2026. Genau auf diese Guidance richten sich aktuell die Erwartungen beider Lager.
Fällt der Ausblick verhalten aus oder bleibt das Management hinter den Hoffnungen des Marktes zurück, dürfte das den Short-Sellern weiteren Rückenwind geben. In diesem Szenario könnte der Abwärtstrend an Fahrt gewinnen.
Gelingt dagegen ein überzeugender und konkreter Wachstumspfad für 2026, wäre die Ausgangslage eine andere: Die hohe Short-Quote birgt dann das Potenzial für eine kräftige Gegenbewegung, da Leerverkäufer ihre Positionen eindecken müssten. Der 10. Februar wird damit zum Termin, an dem sich zeigt, ob die aktuelle Skepsis weiter dominiert oder ob die zuletzt deutlich gefallene Bewertung den Boden für eine spürbare Erholung legt.
TeamViewer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TeamViewer-Analyse vom 25. Januar liefert die Antwort:
Die neusten TeamViewer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TeamViewer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TeamViewer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








