TeamViewer Aktie: Shorts dominieren
Bei TeamViewer verschiebt sich der Fokus gerade weg von „soliden Zahlen“ hin zu einer unbequemen Frage: Warum erhöhen Hedgefonds ihre Leerverkaufsquoten ausgerechnet jetzt? Der Kurs hängt nahe am 52‑Wochen‑Tief, während sich alles auf den Jahresbericht am 18. März richtet. Dort muss das Management zeigen, wie es Wachstum und Vertrauen zurückholen will.
Hedgefonds erhöhen den Druck
AQR Capital Management hat seine Netto-Leerverkaufsposition zuletzt von 4,40% auf 4,53% ausgebaut. Auch Marshall Wace LLP und GSA Capital Partners LLP stockten leicht auf. Zwar reduzierten andere Adressen wie GLG Partners, doch in Summe bleibt der Trend klar: Die Skepsis nimmt zu.
Der Hintergrund liegt weniger in der Vergangenheit als im Ausblick. TeamViewer selbst erwartet für 2026 nur 0 bis 3% währungsbereinigtes Umsatzwachstum. Gleichzeitig steht die Marge unter Beobachtung: Die bereinigte EBITDA-Marge soll 2026 bei „rund“ 43% liegen – nach 44,3% im Vorjahr.
Solides 2025 – aber das KMU-Segment bremst
Operativ lieferte 2025 auf Pro-forma-Basis ordentliche Werte. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 5% auf 767,5 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA legte um 8% auf 340 Mio. Euro zu.
Das Problem sitzt jedoch tiefer im Mix: Wachstum kommt vor allem aus dem Enterprise-Geschäft, dessen annualisierter wiederkehrender Umsatz währungsbereinigt um 19% zulegte. Im KMU-Segment dagegen verschlechterte sich die Dynamik spürbar. Im vierten Quartal stieg die Abwanderungsrate auf 16,4%, das ARR-Wachstum lag erneut bei -1%. Zusätzlich belastet die Tochter 1E, die laut Unternehmen Transformationsaufgaben und Gegenwind in den USA spürt – ausgerechnet im wichtigsten Markt.
Obendrauf kommt der strukturelle Gegenwind durch KI: Es gibt Sorgen, dass KI-gestützte Lösungen klassische Remote-Konnektivitätsdienste teilweise ersetzen könnten. Das würde den Margendruck langfristig erhöhen. Für 2026 erwartet das Unternehmen zudem einen negativen Währungseffekt von fast drei Prozentpunkten.
Management reagiert – und der Kurs bleibt schwach
Um das Americas-Geschäft zu stabilisieren, übernahm Tim Koubek am 24. Februar die Rolle als President of TeamViewer Americas. Parallel treibt TeamViewer Produktinitiativen wie den KI-Support-Agenten „Tia“ voran.
Am Markt kommt das bislang kaum an. Der Schlusskurs von gestern (Mittwoch) lag bei 4,55 Euro – nur knapp über dem 52‑Wochen‑Tief von 4,52 Euro. Auf 30 Tage steht die Aktie mit -16,97% deutlich im Minus, seit Jahresanfang mit -23,91%.
Der nächste Fixpunkt ist klar terminiert: Am 18. März 2026 veröffentlicht TeamViewer den vollständigen Jahresabschluss. Am 6. Mai 2026 folgen die Q1-Zahlen samt Analystenkonferenz, am 2. Juni 2026 die Hauptversammlung. Vor allem der Jahresbericht dürfte zeigen, wie konkret die Gegenmaßnahmen im KMU- und Americas-Geschäft ausfallen – und ob der zurückhaltende Ausblick für 2026 noch einmal nachgeschärft wird.
TeamViewer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TeamViewer-Analyse vom 05. März liefert die Antwort:
Die neusten TeamViewer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TeamViewer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TeamViewer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








