TeamViewer Aktie: Aufatmen nach Zahlen
Das Vertrauen kehrt zurück. Nach einer längeren Phase der Unsicherheit hat der Göppinger Softwareanbieter mit seinen vorläufigen Zahlen für 2025 die Erwartungen erfüllt und das "Worst-Case-Szenario" abgewendet. Besonders ein überraschend starkes Schlussquartal im wichtigen Enterprise-Segment sorgt bei Anlegern für Erleichterung und treibt den Kurs deutlich an.
Die Kernfakten der Meldung:
* Pro-forma Umsatz: ca. 767 Mio. Euro (+5 % währungsbereinigt)
* Profitabilität: Bereinigte EBITDA-Marge von ca. 44 % bestätigt
* Wachstumstreiber: Starkes Enterprise-Geschäft in Q4
* Analysteneinschätzung: RBC bestätigt Kursziel von 16 Euro
Punktlandung bei den Zielen
Das Management hat Wort gehalten. Entgegen der Befürchtungen im Markt bestätigte TeamViewer seine Jahresprognosen. Der währungsbereinigte Umsatz legte um 5 Prozent zu, während die wiederkehrenden Umsätze (ARR) um 2 Prozent auf rund 760 Millionen Euro stiegen. Entscheidend für die Bewertung der Aktie ist jedoch die Profitabilität: Die operative Marge verbleibt auf dem hohen Niveau von rund 44 Prozent.
Diese Bestätigung der "Low-End"-Prognose reicht in der aktuellen Marktphase aus, um die jüngste Skepsis zu dämpfen. Nach dem Schlusskurs von 5,76 Euro am Donnerstag reagierte die Aktie heute mit einem deutlichen Sprung auf aktuell 6,14 Euro.
Überraschung im Großkundengeschäft
Der eigentliche Motor der heutigen Kursbewegung liegt jedoch im Detail. Das vierte Quartal zeigte eine unerwartete Dynamik im Enterprise-Segment. Während die ersten neun Monate 2025 in diesem Bereich eher schleppend verliefen, gewannen die Göppinger im Schlussquartal neue wiederkehrende Umsätze (Incremental ARR) in Höhe von rund 11 Millionen Euro hinzu. Zum Vergleich: In den drei Vorquartalen zusammen lag dieser Wert lediglich bei 7 Millionen Euro.
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die Vertriebsstrategie wieder greift. Auch die Tochtergesellschaft 1E trug mit sequentiellem Wachstum zur Stabilisierung bei. Unterstützt wurde der Aufwärtstrend durch zwei strategisch wichtige Vertragsabschlüsse mit einem Gesamtvolumen von rund 10 Millionen Euro.
Analysten sehen Aufholpotenzial
Marktbeobachter werten die Zahlen als ersten Schritt zur Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit. Die kanadische Bank RBC bestätigte ihre Einstufung mit "Outperform". Mit einem Kursziel von 16 Euro sieht der Analyst angesichts des aktuellen Kursniveaus erhebliches Potenzial, sofern sich der operative Trend verstetigt.
Trotz der heutigen Erholung notiert das Papier auf Sicht von 12 Monaten noch immer rund 40 Prozent im Minus. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 8,59 Euro verdeutlicht, dass der Weg zu einer nachhaltigen Trendwende noch weit ist.
Der Fokus verschiebt sich nun auf den 10. Februar 2026. An diesem Tag wird TeamViewer die detaillierten Ergebnisse vorlegen und den entscheidenden Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr präsentieren, der zeigen muss, ob die Dynamik aus dem vierten Quartal nachhaltig ist.
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