Der Jahresabschluss 2025 liefert solide Zahlen — und gleichzeitig ein ehrliches Bild der Probleme. TeamViewer wächst im Enterprise-Bereich, verliert aber im Massengeschäft systematisch Kunden. Und der bevorstehende MDAX-Abstieg am 23. März erzeugt zusätzlichen Verkaufsdruck.

Strukturelles Problem im KMU-Geschäft

Das Kernproblem ist nicht zu übersehen: Im KMU-Segment kletterte die Abwanderungsrate im vierten Quartal auf 16,4 Prozent, das ARR schrumpfte erneut um ein Prozent. Klassische Fernwartungsdienste stehen zunehmend unter Druck durch KI-basierte Alternativen — ein struktureller Gegenwind, der sich nicht schnell auflöst.

Institutionelle Leerverkäufer haben das registriert. AQR Capital Management hält inzwischen eine Netto-Short-Position von 4,53 Prozent, Marshall Wace und GSA Capital Partners haben ihre Positionen ebenfalls ausgebaut. Die Aktie notiert rund 37 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — ein Niveau, das den anhaltenden Vertrauensverlust am Markt widerspiegelt.

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US-Enterprise als Gegengewicht

Auf der anderen Seite steht ein Enterprise-Segment, das 2025 mit 19 Prozent ARR-Wachstum in konstanten Währungen deutlich robuster lief. Im vierten Quartal schloss TeamViewer den größten Frontline-Deal der Unternehmensgeschichte ab — im US-Markt. Mit Tim Koubek als President of the Americas unterstreicht das Unternehmen diesen geografischen Fokus personell.

Strategisch relevant ist zudem die FedRAMP-Compliance der DEX-Lösung, die seit Dezember 2025 im FedRAMP Marketplace gelistet ist. Die vollständige Zulassung für US-Bundesbehörden wird im Verlauf von 2026 erwartet — ein potenzieller Zugang zu einem Markt, der bislang verschlossen war.

KI-Plattform mit ersten Nutzern

Parallel läuft der Umbau zur KI-Plattform. Über 13.500 Kunden nutzten bis Anfang Februar das Feature Session Insights des KI-Agenten Tia und ließen damit mehr als 600.000 Sitzungen automatisch zusammenfassen. Anfang März kamen erweiterte Integrationen mit Microsoft Intune hinzu. Das Ziel: weg vom Fernzugriffs-Tool, hin zu Autonomous Endpoint Management.

Für 2026 erwartet TeamViewer nur noch null bis drei Prozent Umsatzwachstum — und Währungsbelastungen dürften davon weitere 2,8 Prozentpunkte abziehen. Das erste Quartal wird zusätzlich durch größere Kundenverluste im Zuge der 1E-Integration belastet. Am 6. Mai legen die Göppinger die Q1-Zahlen vor; dann wird klarer, ob die US-Strategie schnell genug Fahrt aufnimmt, um das schwächelnde Massengeschäft zu kompensieren.

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