Marvell Technology hat das Geschäftsjahr 2026 mit Rekordergebnissen abgeschlossen — und legt gleichzeitig eine Wachstumsstrategie vor, die weit über das laufende Jahr hinausreicht. Der Jahresumsatz kletterte auf 8,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Treiber dahinter ist klar: künstliche Intelligenz und das Rechenzentrumsgeschäft.

Datenzentren als Wachstumsmotor

Das Datenzentrum-Segment macht inzwischen rund 74 Prozent des Quartalsumsatzes aus und erzielte im vierten Quartal einen Rekordwert von 1,65 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen profitiert dabei direkt von der Nachfrage der großen Hyperscaler: Amazon, Google und Microsoft zählen zu den Schlüsselkunden.

Besonders das Custom-ASIC-Geschäft hat sich rasant entwickelt. Innerhalb von zwei Jahren wuchs es von einem vernachlässigbaren Beitrag auf eine annualisierte Laufrate von 1,5 Milliarden US-Dollar. Marvell ist Partner für Microsofts KI-Beschleuniger Maia 200 und Amazons XPU-Roadmap — zwei der ambitioniertesten Chip-Projekte der Branche.

Celestial AI als Langfristwette

Mit der abgeschlossenen Übernahme von Celestial AI setzt Marvell auf optische Verbindungstechnologie für großskalige KI-Infrastrukturen. Die sogenannte Photonic Fabric™-Technologie soll Hochbandbreiten-Konnektivität mit niedriger Latenz ermöglichen. Erste Umsatzbeiträge erwartet das Management ab der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2028, mit einer angestrebten annualisierten Laufrate von 500 Millionen US-Dollar im vierten Quartal 2028 — und einer Verdopplung auf eine Milliarde US-Dollar bis Ende des Geschäftsjahres 2029.

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Amazon hat bereits einen ersten größeren Design-Auftrag für die Co-Packaged-Optics-Lösung vergeben. Die Auslieferung soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 beginnen. Die Übernahme kostete rund eine Milliarde US-Dollar in bar und führte zur Ausgabe von etwa 27 Millionen neuer Aktien.

Ausblick übertrifft Erwartungen

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet Marvell einen Umsatz von 2,4 Milliarden US-Dollar — deutlich über den 2,28 Milliarden, die Analysten im Vorfeld prognostiziert hatten. Für das Gesamtjahr 2027 hebt das Management die Umsatzprognose auf rund 11 Milliarden US-Dollar an, was einem Wachstum von über 30 Prozent entspräche. Für das Geschäftsjahr 2028 nennt das Unternehmen erstmals ein Ziel von knapp 15 Milliarden US-Dollar.

Wells-Fargo-Analyst Aaron Rakers hält an seiner Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 135 US-Dollar fest. Insgesamt tragen 32 Analysten eine Kaufempfehlung für die Aktie. Die Aktie notiert aktuell bei rund 76 Euro und liegt damit deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 69,42 Euro.

Ob Marvell seine ambitionierten Ziele erreicht, hängt maßgeblich davon ab, ob die Produktion von 2-Nanometer-Chips in der erforderlichen Qualität und Menge gelingt — das bleibt der entscheidende technische Prüfstein für das restliche Jahr 2026.

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