Der Jahresbericht 2025 ist da — und er zeigt ein Unternehmen im Umbruch. Solide Zahlen auf der einen Seite, strukturelle Schwäche im Massenmarkt auf der anderen. TeamViewer wächst im Enterprise-Bereich, verliert aber gleichzeitig Kleinkunden an KI-gestützte Konkurrenten.

Enterprise wächst, SMB bremst

Der Gesamtumsatz 2025 kletterte auf 767,5 Millionen Euro, ein Plus von fünf Prozent in konstanten Währungen. Das bereinigte EBITDA stieg auf 340,3 Millionen Euro bei einer Marge von 44,3 Prozent. Für 2026 erwartet das Unternehmen jedoch nur noch null bis drei Prozent Umsatzwachstum — und Währungsbelastungen dürften davon weitere 2,8 Prozentpunkte abziehen.

Das Gegengewicht zu diesen verhaltenen Erwartungen liefert das Enterprise-Geschäft. Die Enterprise-Sparte erzielte 2025 ein ARR-Wachstum von 19 Prozent in konstanten Währungen. Im vierten Quartal schloss TeamViewer den größten Frontline-Deal der Unternehmensgeschichte ab — im US-Markt. Der neue ARR verdoppelte sich im Jahresvergleich. Zwei strategische Wins im 1E-Geschäft mit einem kombinierten Gesamtvertragswert von rund 10 Millionen Euro umfassten einen US-Kunden aus der Luft- und Raumfahrt sowie eine Partnerschaft mit dem Managed-Service-Provider Thrive.

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Dem steht eine anhaltende Schwäche im Kleinkundensegment gegenüber. Die SMB-Abwanderungsrate erreichte im vierten Quartal 16,4 Prozent, der SMB-ARR sank um ein Prozent in konstanten Währungen. Das Unternehmen hatte im dritten Quartal bereits gegensteuert — mit dem Stopp kurzfristiger Monetarisierungsmaßnahmen und Preiserhöhungen. Analysten werten die anhaltende Schwäche als Indiz dafür, dass KI-gestützte Alternativen klassische Remote-Dienste zunehmend verdrängen.

Plattformstrategie und Indexwechsel unter Druck

TeamViewer positioniert sich mit der Plattform TeamViewer ONE und dem Ende 2025 eingeführten KI-Agenten Tia neu — weg vom Fernzugriff-Tool, hin zu Autonomous Endpoint Management. Die angestrebte FedRAMP-Zulassung für die DEX-Plattform würde den Zugang zum US-Bundesbehördenmarkt eröffnen und wäre ein bedeutender Schritt für die Skalierung im Enterprise-Segment.

Das Kapitalmarktumfeld belastet zusätzlich. Am 23. März wechselt TeamViewer offiziell vom MDAX in den SDAX. MDAX-Fonds müssen ihre Positionen liquidieren, SDAX-Tracker nehmen die Aktie mit Verzögerung auf — ein zeitliches Ungleichgewicht, das kurzfristigen Verkaufsdruck erzeugt. Hedgefonds wie AQR Capital Management haben ihre Netto-Leerverkaufsposition zuletzt auf 4,53 Prozent ausgebaut; auch Marshall Wace und GSA Capital Partners erhöhten ihre Short-Positionen. Die Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Tief und liegt rund 37 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

Die Q1-Zahlen für 2026 folgen am 6. Mai — sie werden zeigen, ob der Enterprise-Schwung anhält und die SMB-Korrekturmaßnahmen greifen. Die Hauptversammlung ist für den 2. Juni angesetzt.

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