Takkt korrigiert den eigenen Zeitplan und verschiebt die mittelfristigen Profitabilitätsziele um bis zu zwei Jahre nach hinten. Ein massiver Nettoverlust im abgelaufenen Geschäftsjahr unterstreicht die Schwere des Anpassungsprozesses beim Versandhändler.

Bilanz mit tiefen Bremsspuren

Der jetzt veröffentlichte Geschäftsbericht für 2025 offenbart das Ausmaß der konjunkturellen Flaute. Ein Umsatzrückgang auf 964,3 Millionen Euro drückte die bereinigte EBITDA-Marge auf 3,8 Prozent – nach 6,9 Prozent im Vorjahr hat sich die Profitabilität fast halbiert. Besonders schwer wiegt der Nettoverlust von gut 120 Millionen Euro, was einem Verlust von 1,88 Euro je Aktie entspricht.

Verantwortlich für das Ergebnis waren neben dem schwachen Marktumfeld auch Einmalaufwendungen für Kostensenkungen in Höhe von 16,5 Millionen Euro. Das Management versucht so, das operative Modell effizienter zu gestalten, um auf die sinkende Nachfrage zu reagieren.

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2026 als Übergangsjahr

Für das laufende Jahr rechnet die Konzernführung mit einer Seitwärtsbewegung beim Umsatz. Die Prognosespanne von minus sieben bis plus drei Prozent lässt wenig Raum für eine schnelle Erholung. Auch bei der Profitabilität bleibt Takkt vorsichtig und peilt eine Marge zwischen 2,0 und 5,0 Prozent an. Das strategische Ziel einer 10-Prozent-Marge bleibt zwar bestehen, soll jedoch erst mit deutlichem Zeitverzug realisiert werden.

Anleger reagierten zuletzt verunsichert auf die langsame Gangart; die Aktie verlor seit Jahresbeginn bereits rund 32 Prozent an Wert. Mit einem aktuellen Kurs von 2,54 Euro notiert das Papier nur knapp über seinem Jahrestief.

Analysten sehen Verdopplungspotenzial

Trotz der gedämpften Aussichten für das erste Quartal 2026 gibt es optimistische Stimmen. Die LBBW hat ihr „Buy“-Rating nach der Zahlenvorlage bestätigt und sieht das Kursziel bei 5,30 Euro. Damit trauen die Analysten dem Titel mehr als eine Kursverdopplung zu. Auch technisch könnte sich eine Chance ergeben: Mit einem RSI von 23,3 gilt die Aktie derzeit als deutlich überverkauft.

Klarheit über den Start in das neue Jahr werden die detaillierten Quartalsergebnisse liefern. Takkt hat die Veröffentlichung für den 30. April 2026 terminiert. Da das Management bereits vorab vor Kennzahlen unter Vorjahresniveau gewarnt hat, wird der Fokus der Marktteilnehmer vor allem auf dem Free Cashflow liegen.

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