Ethereum steckt gerade in einem spürbaren Tauziehen: Auf der einen Seite verkauft Mitgründer Vitalik Buterin weiterhin größere ETH-Bestände. Auf der anderen Seite fließt frisches institutionelles Geld in den Markt – und der Kurs hat sich technisch zurückgemeldet. Wie viel Gewicht hat Buterins Verkaufsserie wirklich, wenn gleichzeitig ETFs neue Nachfrage erzeugen?

Buterins Verkäufe: Mehr als angekündigt

On-Chain-Daten der letzten 48 Stunden zeigen eine Beschleunigung der Verkäufe aus Wallets, die Buterin zugeordnet werden. Im Januar hatte er öffentlich angekündigt, 16.384 ETH zu veräußern, um damit Ökosystem-Projekte zu finanzieren. Bis heute (26. Februar) liegen die gesamten Abgaben laut Auswertung jedoch bereits bei über 18.000 ETH – ein Gegenwert von mehr als 38 Millionen US-Dollar.

Auffällig: Zwischen gestern und heute wurden größere Transaktionen über DEX-Aggregatoren geroutet, offenbar um den direkten Markteinfluss zu dämpfen. Eine der jüngsten Verkäufe umfasste 1.869 ETH (rund 3,67 Millionen US-Dollar). Historisch fielen solche Verkäufe im Umfeld kurzfristiger Korrekturen auf: Ein größerer Verkauf von 6.958 ETH zu Monatsbeginn wurde im Anschluss von einem Rückgang von 22,7% begleitet, der jüngste Block von 1.869 ETH fiel zeitlich mit einem Minus von 5,7% zusammen.

Wichtig bleibt dabei der Kontext aus Buterins ursprünglicher Ankündigung: Es geht laut seiner Darstellung um eine geplante, transparente Mittelverwendung für Open-Source-Entwicklung, Privacy-Tools und zentrale Infrastruktur – nicht um einen überraschenden Ausstieg.

ETFs und Technik: Nachfrage fängt Angebot ab

Trotz dieses Gegenwinds zeigte sich Ethereum zuletzt widerstandsfähig. Heute zog der Kurs deutlich an und sprang wieder über die Marke von 2.000 US-Dollar – laut den bereitgestellten Daten liegt das Tagesplus bei 9,51%. Rückenwind kam dabei auch vom Volumenanstieg, der die Bewegung stützte.

Ein zentraler Treiber sind Spot-Ethereum-ETFs: Allein am 25. Februar verzeichneten diese Produkte laut Quelltext einen Nettozufluss von 157 Millionen US-Dollar. Das deutet auf eine zunehmend gezielte Positionierung institutioneller Investoren hin – und hilft, das zusätzliche Angebot aus den Founder-Wallets zu absorbieren.

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Zusätzlich liefert das On-Chain-Bild eine zweite Stütze für die Bullen: Die auf Börsen gehaltenen ETH-Bestände liegen demnach nahe Mehrjahrestiefs. Das spricht für ein relativ knappes kurzfristig verfügbares Angebot, was Breakouts begünstigen kann, wenn Nachfrage anzieht.

Regulierung und Upgrades: Rückenwind aus zwei Richtungen

Auch die regulatorische Großwetterlage hellt sich aus Sicht vieler Marktteilnehmer etwas auf. In den USA wird im Senat weiter über den Digital Asset Market Clarity Act (CLARITY Act) diskutiert, der die Zuständigkeiten von SEC und CFTC klarer trennen soll.

In Großbritannien geht es bereits konkreter voran: Die FCA hat vier Firmen – darunter Revolut – für eine Stablecoin-Regulierungs-Sandbox ausgewählt. Die Tests sollen im ersten Quartal 2026 starten, die Ergebnisse fließen direkt in das finale Stablecoin-Regelwerk ein, das später dieses Jahr erwartet wird.

Parallel arbeitet das Entwicklerteam an der technischen Weiterentwicklung. Im Fokus steht die Einführung von Verkle Trees, die als Kernelement des „Hegotá“-Upgrades in der zweiten Jahreshälfte 2026 geplant sind. Ziel: geringere Speicheranforderungen für Nodes und damit niedrigere Hardware-Hürden für Validatoren – ein Schritt hin zu mehr Effizienz und potenziell stärkerer Dezentralisierung.

Zum Wochenabschluss bleibt damit ein klarer Befund: Buterins anhaltende Verkäufe sorgen zwar für Reibung, werden aber bislang durch ETF-Zuflüsse, niedrige Exchange-Bestände und positive Signale aus Regulierung und Roadmap spürbar abgefedert.

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