Super Micro Computer steht an einem heiklen Punkt: Auf der einen Seite locken gewaltige Wachstumschancen durch den KI-Boom, auf der anderen Seite warnen Analysten vor einem deutlichen Einbruch der Profitabilität. Der Markt stellt zunehmend die Frage, ob der Server-Spezialist seine Rekordaufträge überhaupt in nachhaltig hohe Gewinne verwandeln kann. Kein Wunder also, dass der Kurs nach einem extrem schwankungsreichen Jahr deutlich von seinem Hoch zurückgekommen ist.

Wachstumsschub mit hohem Preis

Das Unternehmen stellt für das Geschäftsjahr 2026 einen massiven Sprung bei den Erlösen in Aussicht und peilt mindestens 36 Milliarden US‑Dollar Umsatz an. Treiber ist die enorme Nachfrage nach KI-Servern und Komplettsystemen für Rechenzentren.

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Besonders wichtig ist dabei die enge Verzahnung mit NVIDIA: Super Micro sitzt auf einem Auftragsbestand von mehr als 13 Milliarden US‑Dollar rund um die neue Blackwell-Architektur und hat kürzlich den größten Einzelauftrag der Firmengeschichte gemeldet. Auf der Umsatzseite sieht es also beeindruckend aus.

Doch dieser Wachstumskurs hat einen deutlichen Haken. Das Management räumt selbst ein, dass die neuen Plattformen mit höheren Kosten und niedrigeren Margen einhergehen. Jede zusätzliche Einheit bringt zwar mehr Umsatz, aber relativ gesehen weniger Gewinn. Damit wird der Weg, aus dem Rekordgeschäft auch echten Mehrwert für Aktionäre zu schaffen, deutlich steiniger.

Analysten warnen vor Margen-Erosion

Genau hier setzen die jüngsten Analystenkommentare an. Bank of America bleibt bei ihrem „Underperform“-Votum und verweist explizit auf den Margendruck. Nach Berechnungen der Investmentbank könnten die Bruttomargen im Dezemberquartal auf nur noch 6,5 % fallen – rund 3 Prozentpunkte weniger als im Vorquartal.

Noch deutlicher ist der Blick auf das Gesamtbild: Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Bank of America eine Bruttomarge von 7,2 %. Zum Vergleich: 2023 lag dieser Wert noch bei 18,1 %. Die Skepsis speist sich aus mehreren Faktoren:

  • Zusatzkosten durch beschleunigte Fertigung und Kapazitätsaufbau
  • Hohe Ausgaben für Entwicklung und technischen Support
  • Geringe Margen bei sehr großen Aufträgen in einem harten Bieterumfeld
  • Voraussichtlich mehrere Jahre negativer Free Cashflow wegen hoher gebundener Mittel im Working Capital

Zwei weitere Wall-Street-Häuser haben zuletzt ebenfalls zurückhaltende Kursziele veröffentlicht. Das verstärkt den Druck auf den Titel, der in den vergangenen Monaten bereits kräftig nachgegeben hat.

Kursentwicklung und Marktlage

Am Freitag schloss die Aktie bei 31,70 US‑Dollar und liegt damit fast 48 % unter ihrem 52‑Wochen-Hoch von Ende Juli 2025. Gleichzeitig notiert sie aber noch klar über dem Tief von Anfang Februar 2025, was die Spannbreite der Erwartungen und die hohe Volatilität der vergangenen Monate unterstreicht.

Zählt am Ende nur der Gewinn?

Entscheidend wird nun, ob Super Micro die operative Wende bei den Margen schafft, während der Umsatz weiter hochfährt. Der nächste wichtige Meilenstein ist der 3. Februar 2026: Dann legt das Unternehmen die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor und erläutert seine weitere Strategie im Rahmen der Telefonkonferenz.

Im Fokus stehen dabei drei Punkte: Erstens, ob sich der prognostizierte Einbruch bei den Bruttomargen bestätigt. Zweitens, wie stark kurzfristige Kosten für Fertigung, Engineering und Support tatsächlich durchschlagen. Und drittens, ob das Management einen klaren Pfad zu wieder steigenden Margen und einem Abbau des negativen Free Cashflows skizzieren kann. Von diesen Antworten hängt maßgeblich ab, ob der Markt die aktuelle Phase als notwendige Durststrecke auf dem Weg zu einem größeren KI-Geschäft bewertet – oder als dauerhafte Schwächung der Ertragsbasis.

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