Goldman Sachs hebt kurz vor den nächsten Quartalszahlen die Messlatte für Nvidia an. Gleichzeitig sorgen klare Investitionspläne der großen US-Techkonzerne für bessere Stimmung bei KI-Hardware. Beides stützt die Erwartung, dass die Nachfrage nach Rechenleistung hoch bleibt – und damit auch der Blick auf Nvidias Auftragslage.

Wichtige Punkte im Überblick:
- Goldman Sachs erwartet für das Quartal 67,3 Mrd. USD Umsatz und 1,59 USD EPS
- Neues Kursziel: 250 USD (rund +35% gegenüber dem Schlusskurs von Freitag)
- Nächster Berichtstermin: 25. Februar
- Bestätigte Capex-Pläne der Hyperscaler: 650–700 Mrd. USD für 2026

Goldman erhöht die Prognosen

Goldman Sachs hat die eigenen Schätzungen vor der Veröffentlichung der Zahlen zum vierten Quartal (am 25. Februar) nach oben angepasst. Die Bank rechnet nun mit 67,3 Milliarden US-Dollar Umsatz. Das liegt laut Einschätzung etwa 2 Milliarden US-Dollar über dem breiten Marktkonsens. Beim Gewinn je Aktie erwartet Goldman 1,59 US-Dollar – rund 5% über den durchschnittlichen Schätzungen.

Auf dieser Basis setzt Goldman das Kursziel auf 250 US-Dollar. Im Vergleich zum Schlusskurs vom Freitag (185,41 US-Dollar) entspräche das einem Aufwärtspotenzial von etwa 35%. Gleichzeitig weist die Bank darauf hin, dass starke kurzfristige Quartalszahlen teilweise bereits eingepreist sein könnten. Der Fokus vieler Investoren verschiebt sich demnach stärker auf den Ausblick für 2027 sowie auf den Start der Rubin-GPU-Architektur in der zweiten Jahreshälfte 2026.

Hyperscaler legen Capex offen

Rückenwind kommt auch von der Kundenseite. Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben ihre Investitionspläne (Capex) für 2026 konkreter umrissen. In Summe nennen die vier Konzerne eine Spanne von 650 bis 700 Milliarden US-Dollar. Das wäre ein Plus von etwa 60% bis 70% gegenüber dem Vorjahr.

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Innerhalb der Gruppe sticht Amazon mit einem geplanten Budget von 200 Milliarden US-Dollar hervor. Alphabet folgt mit 175 bis 185 Milliarden US-Dollar. Der Großteil der Mittel soll in KI-Infrastruktur fließen – insbesondere in Rechenzentren und GPU-Cluster. Marktteilnehmer werten diese Ausgaben als möglichen Stabilitätsfaktor für Nvidias Auftragsbücher, weil sie die Nachfrage nach Hardware-Kapazitäten länger hoch halten könnten.

Nach diesen Signalen legte die Aktie am Freitag um 7,87% zu und schloss bei 185,41 US-Dollar. Heute bewegt sie sich im frühen Handel laut Bericht um 189,46 US-Dollar. Nvidia kommt zudem wieder auf eine Marktkapitalisierung von rund 4,5 Billionen US-Dollar.

Partnerschaften: OpenAI im Fokus

Neben dem Hardwaregeschäft baut Nvidia die strategischen Beziehungen weiter aus. CEO Jensen Huang bestätigte zuletzt eine größere Beteiligung an OpenAI. Frühere Spekulationen über ein Volumen von 100 Milliarden US-Dollar wurden als nicht bindend zurückgewiesen. Die tatsächliche Größenordnung wird stattdessen im Bereich von mehreren zehn Milliarden US-Dollar erwartet.

Ziel des Schritts ist es laut Darstellung, Nvidias zentrale Rolle bei der Entwicklung künftiger generativer KI-Modelle abzusichern.

Am 25. Februar werden die Quartalszahlen zum zentralen Termin: Dann wird sichtbar, ob die von Goldman angehobenen Erwartungen bei Umsatz und Ergebnis tatsächlich erreicht werden – und wie stark der Markt die Aussagen zum Blick nach 2027 und zur Rubin-Plattform gewichtet.

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