Strategy Aktie: Zerplatzte Hoffnungen?
MicroStrategy gilt an der Wall Street als der ultimative Hebel auf den Bitcoin-Preis, doch diese aggressive Positionierung fordert nun ihren Tribut bei der Bewertung. Die Investmentfirma Clear Street sorgte am Freitag für Ernüchterung, indem sie ihr Kursziel für das Unternehmen drastisch zusammenstricht. Während die langfristige Wachstumsstory durch den enormen Bitcoin-Bestand intakt scheint, zwingt der Analysten-Kommentar Investoren dazu, den hohen Aufschlag der Aktie neu zu bewerten.
Analysten ziehen die Bewertungs-Bremse
Verantwortlich für den Kursrutsch von 5,77 Prozent am Freitag war vor allem die neuste Einschätzung von Analyst Brian Dobson. Zwar behielt Clear Street die grundsätzliche Kaufempfehlung ("Buy") bei, doch das Kursziel wurde radikal von 443,00 US-Dollar auf 268,00 US-Dollar gesenkt. Dieser Schritt spiegelt die anhaltende Volatilität im Krypto-Sektor wider und signalisiert eine konservativere Haltung gegenüber dem Aufschlag (Prämie), zu dem die Aktie im Vergleich zu ihren reinen Bitcoin-Beständen gehandelt wird.
Dieser Schritt steht nicht isoliert da. Bereits Anfang Dezember hatte Cantor Fitzgerald das Ziel auf 229,00 US-Dollar reduziert. Der Markt reagierte am Freitag prompt auf diese Neubewertung und schickte das Papier mit einem Schlusskurs von 157,33 US-Dollar ins Wochenende.
Bitcoin-Strategie und Index-Entscheidung
Fundamental hängt das Schicksal des Unternehmens weiterhin untrennbar an seiner Bilanz. Zum Stand vom 4. Januar 2026 hielt MicroStrategy rund 673.783 Bitcoins. Das Management verfolgt weiterhin konsequent den sogenannten "42/42-Plan", eine aggressive Kapitalallokationsstrategie, die darauf abzielt, jeweils 42 Milliarden US-Dollar an Eigen- und Fremdkapital aufzunehmen, um weitere digitale Vermögenswerte zu erwerben.
Eine leichte Entwarnung gab es unter der Woche von struktureller Seite: Der Indexanbieter MSCI bestätigte, dass Unternehmen mit einer solchen "Digital Asset Treasury"-Strategie in den globalen Indizes verbleiben. Dies beseitigt das Risiko eines Zwangsverkaufs durch passive Fonds, konnte jedoch die aktuellen Bewertungssorgen am Freitag nicht kompensieren.
Chartbild trübt sich ein
Der jüngste Abverkauf hat deutliche Spuren im Chartbild hinterlassen. Mit dem Rutsch auf 157,33 US-Dollar notiert die Aktie nun weit unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten. Besonders der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 270,52 US-Dollar verläuft, verdeutlicht den übergeordneten Abwärtstrend der letzten Monate.
Für die kommende Handelswoche liegt der Fokus nun auf der psychologisch und charttechnisch wichtigen Unterstützungszone im Bereich von 150,00 US-Dollar. Sollte diese Marke nicht halten, dürfte sich der Blick der Anleger verstärkt auf die Effizienz der geplanten Kapitalerhöhungen und die Stabilität des Bitcoin-Kurses richten. Die massive Diskrepanz zwischen dem Analystenziel von 268 US-Dollar und dem aktuellen Kurs zeigt jedoch, dass zumindest mittelfristig noch Potenzial gesehen wird – sofern die Unterstützung hält.
Strategy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Strategy-Analyse vom 10. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Strategy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Strategy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Strategy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








