Nvidia kommt mit Rückenwind in die eigene Entwicklerkonferenz. Rekordfinanzials, eine neue Chip-Architektur in Serienproduktion und eine frische Open-Source-Initiative zeichnen das Bild eines Unternehmens, das seinen Vorsprung im KI-Markt gezielt ausbauen will – nicht nur über Hardware.

NemoClaw: Nvidias Schritt in die Unternehmenssoftware

Laut einem Bericht des Magazins Wired plant Nvidia den Launch einer Open-Source-Plattform namens „NemoClaw". Das System soll Unternehmen ermöglichen, KI-Agenten einzusetzen, die Mitarbeiteraufgaben automatisieren. Besonders bemerkenswert: Die Plattform soll unabhängig davon nutzbar sein, ob ein Unternehmen Nvidia-Hardware einsetzt.

Nvidia soll das Produkt bereits bei potenziellen Partnern wie Salesforce, Cisco, Google, Adobe und CrowdStrike vorgestellt haben. Ob konkrete Vereinbarungen getroffen wurden, ist bislang nicht bestätigt. Der Open-Source-Ansatz folgt einer klaren Logik: Wer die Software-Ökosysteme kontrolliert, bindet langfristig auch die Hardware-Nachfrage.

NemoClaw soll eines der zentralen Themen auf der GTC 2026 sein, Nvidias jährlicher Entwicklerkonferenz, die vom 16. bis 19. März in San Jose stattfindet. CEO Jensen Huang hält die Keynote am 16. März. Zusätzlich berichtet das Wall Street Journal, dass Nvidia dort auch ein neues Inferenz-Chip-System vorstellen will, das gemeinsam mit Groq entwickelt wurde.

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Rekordgeschäft und klarer Ausblick

Die Zahlen, mit denen Nvidia in die Konferenz geht, sind beeindruckend. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 68,1 Milliarden Dollar – ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr summierte sich der Umsatz auf 215,9 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 65 Prozent. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet Nvidia rund 78 Milliarden Dollar Umsatz.

Gleichzeitig schließt das Unternehmen in seiner Prognose explizit jegliche Rechenzentrums-Umsätze aus China aus – ein Reflex auf die anhaltende Unsicherheit rund um US-Exportkontrollen für KI-Chips.

Bewertung deutlich unter historischem Niveau

Trotz der starken operativen Entwicklung notiert die Aktie derzeit bei rund 159 Euro und damit rund elf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Das Forward-KGV liegt aktuell bei etwa 22 – historisch bewegte sich Nvidia in den vergangenen zwei Jahren zwischen dem 40- und 50-Fachen der erwarteten Gewinne.

Ob die Kombination aus GTC-Ankündigungen, NemoClaw-Launch und weiter steigender Rechenzentrumsnachfrage ausreicht, um die Bewertungslücke zu schließen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Analysten rechnen für 2026/27 mit einem Rechenzentrums-Umsatz von rund 750 Milliarden Dollar branchenweit – ein Markt, in dem Nvidia derzeit die Schlüsselrolle spielt.

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