Der Indexanbieter MSCI hat am 6. Januar 2026 eine wichtige Entscheidung für Bitcoin-Treasury-Unternehmen getroffen: Strategy und andere Digital Asset Treasury Companies (DATCOs) bleiben vorerst in den MSCI Global Investable Market Indizes. Die Aktie reagierte am Mittwoch mit einem Plus von 2,44 Prozent und schloss bei 161,83 US-Dollar. Im Tageshoch erreichte der Titel sogar 170,16 US-Dollar.

Hintergrund war eine im Oktober 2025 gestartete Konsultation. MSCI hatte vorgeschlagen, Unternehmen auszuschließen, deren digitale Vermögenswerte mindestens 50 Prozent der Gesamtaktiva ausmachen. Die Begründung: Solche Firmen ähnelten eher Investmentfonds, die grundsätzlich nicht für eine Index-Aufnahme in Frage kommen.

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Saylor wehrt sich erfolgreich

Michael Saylor, der Strategy 1989 als Softwareunternehmen gegründet und 2020 in ein Bitcoin-fokussiertes Treasury umgewandelt hatte, reagierte scharf. In einem offiziellen Schreiben bezeichnete er den Ausschlussvorschlag als "diskriminierend, willkürlich und nicht durchführbar". Das Unternehmen argumentierte, es handle sich um eine operative Firma, die Bitcoin aktiv zur Renditesteigerung einsetze – vergleichbar mit Branchen wie Öl, Gold oder Immobilien.

Strategy hält mit 673.783 Bitcoin die größte institutionelle BTC-Position weltweit. Das Unternehmen bewertet sich über den Markt-Nettovermögenswert (mNAV), der den Marktwert pro Aktie mit dem Bitcoin-Wert je Aktie vergleicht. Während der Bitcoin-Rallye lag dieser Wert deutlich über 1 – die Aktie wurde also mit Aufschlag gehandelt. Seit dem Kursrückgang im vierten Quartal 2025 liegt der mNAV nur noch bei etwa 1,02.

Vorerst keine Indexausschlüsse – aber Prüfung läuft weiter

Nach der Kritik von betroffenen Firmen und Marktbeobachtern ruderte MSCI zurück. Clear-Street-Analyst Owen Lau sprach von einer "Beseitigung eines kurzfristigen technischen Risikos" für börsennotierte Krypto-Unternehmen. Strategy selbst dankte in einem X-Post den Investoren und der Bitcoin-Community für die Unterstützung.

Doch die Entwarnung ist nur vorläufig. MSCI kündigte an, die Behandlung von nicht operativen Unternehmen im Rahmen einer späteren, umfassenderen Konsultation erneut zu prüfen. JonesTrading-Chefstratege Mike O'Rourke warnt: Ein möglicher Ausschluss könnte zu einem späteren Zeitpunkt wieder Thema werden.

Fragbite setzt auf Strategy-Aktien für Bitcoin-Exposure

Währenddessen setzt die schwedische Fragbite Group AB auf Strategy als Vehikel für Bitcoin-Engagement. Das Unternehmen investierte am 8. Januar 2026 umgerechnet 15 Millionen Schwedische Kronen in 10.245 Strategy-Aktien. Die Strategie: Durch Covered Calls – den Verkauf von Kaufoptionen auf die volatilen Strategy-Aktien – sollen wiederkehrende Erträge erzielt werden. Diese Einnahmen fließen sowohl in das Kerngeschäft Gaming und Esports als auch in den weiteren Bitcoin-Aufbau.

"Die hohe Volatilität der Strategy-Aktie bietet gute Chancen für wiederkehrende Einnahmen", erklärt Patrik von Bahr, Bitcoin Treasury Director bei Fragbite. Gleichzeitig profitiert Fragbite von Strategys kontinuierlichem Anstieg der BTC-Bestände pro Aktie.

Bleibt Michael Saylor seinem Kurs treu? Am Montag verkündete er den Kauf weiterer 1.300 Bitcoin. Im vorbörslichen NASDAQ-Handel am Donnerstag gab die Aktie allerdings wieder 0,49 Prozent auf 161,03 US-Dollar nach. Die anfängliche Erleichterung scheint nicht nachhaltig anzuhalten – die Unsicherheit über eine mögliche spätere MSCI-Entscheidung bleibt bestehen.

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