Strategy-Aktionäre können aufatmen. Der Indexanbieter MSCI hat entschieden, Unternehmen mit großem Krypto-Portfolio nicht aus seinen Welt-Indizes zu werfen. Damit ist die unmittelbare Gefahr von Zwangsverkäufen in Milliardenhöhe vom Tisch, die über dem Kurs geschwebt hatte. Doch der Jubel hat einen bitteren Beigeschmack: Neue Regeln könnten das aggressive Wachstumsmodell des Unternehmens empfindlich stören.

Aufatmen nach der Zitterpartie

Nach wochenlanger Unsicherheit gab MSCI am Dienstagabend Entwarnung. Sogenannte "Digital Asset Treasury Companies", die einen Großteil ihrer Bilanz in Kryptowährungen halten, verbleiben in den wichtigen Marktbarometern. Analysten von JPMorgan hatten zuvor gewarnt, dass ein Ausschluss aus dem MSCI USA Index und anderen Benchmarks massive Verwerfungen ausgelöst hätte. Passive Fonds, die diese Indizes abbilden, wären gezwungen gewesen, Aktien im Wert von bis zu 8,8 Milliarden US-Dollar auf den Markt zu werfen.

Diese existenzielle Bedrohung für den Aktienkurs ist nun abgewendet. Die Märkte reagierten prompt: Die Strategy-Aktie legte seit Wochenbeginn um über 6 % zu und konnte sich stabilisieren.

Neue Fesseln für das Geschäftsmodell

Die Erleichterung wird jedoch durch neue Restriktionen getrübt. MSCI führt Beschränkungen ein, die es dem Unternehmen erschweren könnten, seine Bitcoin-Strategie im gewohnten Tempo fortzusetzen:

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  • Kein Automatismus: Wenn Strategy neue Aktien ausgibt, um Bitcoin zu kaufen, müssen Indexfonds diese nicht mehr automatisch nachkaufen.
  • Eingefrorene Gewichtung: Die Gewichtung im Index steigt vorerst nicht durch neue Kapitalmaßnahmen.

Dies trifft einen Nerv. Strategy hat in den letzten fünf Jahren fast 50 Milliarden Dollar durch die Ausgabe von Aktien und Anleihen eingenommen, um Bitcoin zu akkumulieren. Ohne die automatische Nachfrage der passiven Indexfonds fällt ein wichtiger Käufer für diese neuen Aktien weg. Marktbeobachter sehen darin ein strukturelles Hindernis für künftige Kapitalerhöhungen.

Bitcoin-Crash drückt auf die Bilanz

Fundamental hinterlässt die jüngste Korrektur am Kryptomarkt deutliche Spuren. Da der Bitcoin-Kurs von seinem Hoch bei 126.000 Dollar im Oktober 2025 auf aktuell rund 91.000 Dollar gefallen ist, musste Strategy für das vierte Quartal 2025 einen massiven nicht realisierten Verlust von 17,44 Milliarden Dollar verbuchen.

Eine bemerkenswerte Verschiebung zeigt sich in der Bewertung der Aktie selbst: Während die Papiere historisch meist mit einem Aufschlag (Prämie) zum Wert der gehaltenen Bitcoins handelten, notieren sie aktuell mit einem Abschlag zum Nettoinventarwert (NAV). Dies deutet darauf hin, dass Investoren die Risiken derzeit höher gewichten als die Chancen. Dennoch kauft das Unternehmen weiter zu: Zuletzt wurden 1.286 Bitcoins für rund 116 Millionen Dollar erworben.

Am 4. Februar 2026 legt Strategy die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal vor. Anleger werden dann genau darauf achten, wie das Management den Spagat zwischen weiterer Bitcoin-Akkumulation und den restriktiveren Index-Regeln meistern will und ob das Ziel einer jährlichen "Bitcoin-Rendite" von 30 % unter den neuen Bedingungen haltbar bleibt.

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