Strategy Inc. treibt seine Bitcoin-Strategie mit großen Schritten voran. In der vergangenen Woche kaufte das Unternehmen erneut tausende Coins, erhöhte zum siebten Mal die Dividende auf seine Vorzugsaktien – und erhielt unerwarteten Rückenwind aus Washington. Gleichzeitig steht die Aktie an einer technischen Schlüsselmarke.

Konferenz setzt Impulse

Die hauseigene Konferenz Strategy World 2026 in Las Vegas rückte neue KI- und Business-Intelligence-Funktionen in den Fokus. Besonders die Einführung einer universellen semantischen Ebene stieß auf positive Resonanz. Die Veranstaltung wirkte sich spürbar auf die Stimmung aus – die Aktie legte im Wochenverlauf deutlich zu.

Bestand steigt auf über 720.000 Bitcoin

Zwischen dem 23. Februar und 1. März erwarb Strategy 3.015 Bitcoin für rund 204,1 Millionen Dollar – durchschnittlich etwa 67.700 Dollar pro Coin. Damit wuchs der Gesamtbestand auf 720.737 BTC. Das entspricht mehr als 3,4 Prozent des auf 21 Millionen begrenzten Bitcoin-Angebots.

Seit 2020 investierte das Unternehmen insgesamt rund 54,77 Milliarden Dollar in den Aufbau seines Bitcoin-Schatzes. Der durchschnittliche Einstandspreis liegt bei etwa 75.985 Dollar pro Coin. Strategy ist damit der weltweit größte institutionelle Bitcoin-Halter.

Die Finanzierung erfolgte über das laufende Eigenkapitalprogramm. Strategy verkaufte 71.590 Stück seiner variabel verzinsten Vorzugsaktien (STRC) und nahm netto 7,1 Millionen Dollar ein. Parallel emittierte die Gesellschaft 1,73 Millionen Stammaktien der Klasse A und erlöste damit weitere 229,9 Millionen Dollar.

Vorzugsaktie STRC gewinnt an Bedeutung

Am Dienstag verkaufte Strategy verstärkt STRC-Anteile und kaufte damit rund 1.000 Bitcoin – der größte Einzeltag für dieses Instrument seit Handelsbeginn im Juli 2025. Das Handelsvolumen erreichte 198,7 Millionen Dollar und übertraf den 30-Tage-Schnitt von 123,3 Millionen deutlich.

Der Verwaltungsrat hob die jährliche Dividende für STRC-Aktien erneut an – von 11,25 auf 11,5 Prozent ab März. Es ist die siebte Erhöhung in Folge seit Juli 2025. Strategy will so die Attraktivität für einkommensorientierte Anleger steigern.

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Trump-Äußerungen sorgen für Auftrieb

Am Mittwoch legte die Aktie weiter zu, nachdem Präsident Donald Trump US-Banken aufgefordert hatte, nicht mehr gegen den Genius Act zu arbeiten und stattdessen einen „guten Deal mit der Krypto-Industrie" zu machen. Als größter Unternehmens-Bitcoin-Halter könnte Strategy von einem regulierten Umfeld profitieren, das Banken als Verwahrer etabliert und Pensionsfonds den Marktzugang erleichtert.

Große Vermögensverwalter wie Amundi haben ihre Positionen zuletzt um über 370 Prozent aufgestockt – ein Hinweis darauf, dass institutionelle Investoren die jüngste technische Erholung als Chance werten.

Software-Geschäft bleibt stabil

Im vierten Quartal 2025 erzielte Strategy einen Umsatz von 122,99 Millionen Dollar – etwas mehr als erwartet und über dem Vorjahreswert von 120,7 Millionen. Das klassische Analytics-Geschäft übertraf in drei der vergangenen vier Quartale die Erwartungen.

Für das Gesamtjahr 2025 meldete das Unternehmen Erlöse von 477,23 Millionen Dollar, ein Plus von knapp drei Prozent. Der Nettoverlust weitete sich allerdings auf 4,23 Milliarden Dollar aus – 262,5 Prozent mehr als 2024. Der Anstieg ist größtenteils auf buchhalterische Effekte durch die Bewertung der Bitcoin-Bestände nach neuen US-Rechnungslegungsstandards zurückzuführen.

Kapitalstrategie weitet sich aus

Strategy verfolgt den sogenannten „21/21 Plan", der Ende 2024 gestartet wurde. Ziel war ursprünglich, 42 Milliarden Dollar aufzunehmen – je zur Hälfte über Eigenkapital und Fremdkapital. Analysten sprechen inzwischen von einer „42/42-Strategie", da das Unternehmen die Ziele angehoben hat. Allein 2025 flossen 25,3 Milliarden Dollar, vor allem über Vorzugsaktien, um die Verwässerung der Stammaktien zu begrenzen.

Hohe Leerverkaufsquote

Rund 14 Prozent der frei handelbaren Aktien sind leerverkauft – Strategy gehört damit zu den am stärksten geshorteten Large-Cap-Titeln. Die Aktie fungiert faktisch als hochvolatiler Stellvertreter für den Bitcoin-Kurs. Wöchentliche Kaufankündigungen werden vom Markt inzwischen eher als Routine wahrgenommen. Entscheidend bleibt die Entwicklung von Bitcoin selbst.

Im Juli 2025 markierte die Aktie ihr 52-Wochen-Hoch bei 455,90 Dollar. Aktuell notiert sie rund 70 Prozent darunter. Im Januar 2026 verhinderte der Indexanbieter MSCI eine Umklassifizierung von Strategy als Investmentgesellschaft. Der Verbleib in den Hauptindizes bewahrte das Unternehmen vor Zwangsverkäufen passiver Fonds im Volumen von schätzungsweise zwei Milliarden Dollar.

Technische Marke im Fokus

Nach dem Absturz unter 100 Dollar zeigt die Aktie erste Stabilisierungstendenzen. Dennoch liegt sie etwa 20 Prozent unter ihrem Jahreshoch. Die 50-Tage-Linie rückt als charttechnische Hürde in den Blick. Ob Strategy diese überwinden kann, hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf des Bitcoin-Kurses ab.

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