XRP hängt derzeit zwischen Technik und Politik fest. Auf der einen Seite drücken Verkäufer den Kurs immer wieder unter wichtige Marken. Auf der anderen Seite könnte ein US-Gesetz für regulatorische Klarheit sorgen – doch im Senat steht die Entscheidung noch aus. Wie viel davon ist kurzfristig schon im Preis drin?

Chartlage: Unterstützung bei 1,40 USD

Nach einem weiteren Fehlschlag an der Widerstandszone um 1,43 bis 1,45 US-Dollar rückte die Unterstützung bei 1,40 US-Dollar in den Mittelpunkt. Genau diese Marke gilt kurzfristig als Dreh- und Angelpunkt: Hält sie, könnte das den Weg zurück Richtung 1,45 und darüber hinaus öffnen. Bricht sie, sehen Marktbeobachter Raum für tiefere Auffangzonen.

Aktuell notiert XRP bei 1,40 USD und damit deutlich unter den längerfristigen Durchschnittswerten – ein Hinweis darauf, dass der übergeordnete Trend weiterhin angeschlagen ist.

Gegenwind von außen: Makro und Umschichtungen

Der Druck kommt nicht nur aus dem Chartbild. Auch das Marktumfeld bremst: Schwaches Makro-Sentiment und geopolitische Spannungen begrenzen die Risikobereitschaft im Kryptomarkt insgesamt.

Zusätzliche Unsicherheit brachte zuletzt die Personalie an der US-Notenbank: Präsident Trump benannte Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell. Viele Investoren hatten auf einen klaren Befürworter schneller Zinssenkungen gehofft. Warsh gilt jedoch als Kritiker expansiver Geldpolitik – und könnte bei Zinssenkungen restriktiver auftreten, als es Krypto-Anleger gerne sähen. Parallel zeigt der Artikel einen weiteren Belastungsfaktor: Edelmetalle liefen zuletzt relativ besser, was Kapital aus dem Kryptosektor abziehen kann.

CLARITY Act: Das politische Ass – aber noch nicht ausgespielt

Der wichtigste kurzfristige Kurstreiber bleibt der Digital Asset Market CLARITY Act. Das Gesetz wurde im Juli 2025 mit breiter, parteiübergreifender Mehrheit durch das Repräsentantenhaus gebracht. Ziel: den Kompetenzstreit zwischen SEC und CFTC zu beenden, indem digitale Assets klarer eingeordnet werden.

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Für XRP wäre das besonders relevant. Im positiven Szenario würde das Gesetz XRP als „digitale Ware“ unter Bundesrecht einordnen – vergleichbar mit Bitcoin und Ethereum. Laut Artikel wäre das ein potenzieller Türöffner, weil Banken, Vermögensverwalter und Zahlungsdienstleister damit eine zentrale regulatorische Hürde verlieren könnten.

Nur: Genau diese Klarheit fehlt weiterhin. Die White-House-Frist zur Ausarbeitung Anfang März ist verstrichen, der Senat hat noch nicht abgestimmt, und das Gesetz ist weiterhin blockiert. Als Grund nennt der Text einen Stillstand zwischen Banken- und Kryptobranche wegen einer Regel zu Stablecoin-Rewards. Trump wirft der Bankenindustrie vor, das Vorhaben zu untergraben; Ripple-CEO Brad Garlinghouse unterstützt den politischen Druck, das Gesetz zu verabschieden.

Technik, ETFs und Ökosystem: Fortschritt mit Haken

Parallel zur Politik arbeitet das XRP-Ledger (XRPL) an mehreren Upgrades. Für das laufende Quartal sind unter anderem Protokoll-Funktionen für institutionelles Lending geplant. Zudem will XRPL vertrauliche Transfers ermöglichen: Verschlüsselte Salden und „opaque“ Transaktionen sollen Datenschutz liefern, aber gleichzeitig für Regulierer prüfbar bleiben.

Bei der Angebotsseite bleibt Ripple im gewohnten Rhythmus: Am 1. März wurden 700 Millionen XRP wieder in Escrow gesperrt – Teil des routinemäßigen Supply-Managements.

Institutionell gab es zuletzt zwar Impulse über Spot-ETFs, unter anderem von Bitwise und Grayscale. Doch der Artikel zeichnet ein gemischtes Bild: Standard Chartered senkte sein XRP-Kursziel für 2026 von 8 auf 2,80 US-Dollar (minus 65%) und begründete das damit, dass langfristiges institutionelles Kapital nicht in erwarteter Größe gekommen sei. Zudem habe die anfängliche ETF-Euphorie nachgelassen, Abflüsse deuteten teils eher auf Verkäufe als auf Aufbaupositionen hin.

Dazu kommt ein strukturelles Thema innerhalb des Ripple-Ökosystems: Ripple positioniert sich stärker als Stablecoin-Infrastruktur-Anbieter und hat dafür laut Text auch Rail für 200 Millionen US-Dollar übernommen. Wenn sich Ripples Stablecoin (RLUSD) durchsetzt, könnte das die Rolle von XRP als Brücken-Asset im eigenen System teilweise kannibalisieren.

Zum Schluss noch ein Lichtblick aus den On-Chain-Daten: Der Indikator „Net Unrealized Profit and Loss“ verortet XRP weiterhin im Kapitulationsbereich – viele Holder sitzen also auf Buchverlusten, was eher zu späten Phasen eines Abwärtstrends passt. Gleichzeitig stiegen die XRPL-Transaktionen am 2. März laut Artikel deutlich, ohne dass der Preis über die Widerstände kam – eine Divergenz, die zumindest Aufmerksamkeit verdient.

In den kommenden Tagen hängt die Richtung damit vor allem an zwei konkreten Punkten: ob der Senat beim CLARITY Act Bewegung reinbringt und ob die angekündigten XRPL-Upgrades im ersten Quartal wie geplant live gehen – erst dann dürfte sich zeigen, ob aus Hoffnung auch nachhaltig neue Nachfrage wird.

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