Strategy Aktie: KI-Offensive
Strategy startet das neue Jahr mit einer strategischen Neuausrichtung – und einem massiven Kursproblem. Das Softwareunternehmen kündigte heute seine "2026 Vision" an, in der künstliche Intelligenz und Datengrundlagen für Unternehmen im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig kämpft die Aktie mit historischen Verlusten: Sechs Monate in Folge ging es abwärts – die längste Verlustserie seit Einführung der Bitcoin-Strategie 2020.
Das neue Narrativ
Strategy erklärte via Social Media, dass "Datenstrategie nie wichtiger war als heute". Die neue Roadmap soll Unternehmen helfen, ihre Dateninfrastrukturen zu vereinfachen, zu skalieren und für KI-Anwendungen nutzbar zu machen. Ein deutlicher Schwenk für ein Unternehmen, das sich in den letzten fünf Jahren fast ausschließlich über seine Bitcoin-Bestände definierte.
Die Zahlen hinter der Bitcoin-Position wirken auf den ersten Blick imposant: Rund 672.497 Bitcoins im Wert von etwa 59 Milliarden Dollar, ein nicht realisierter Gewinn von 17 Prozent. Doch der Aktienkurs erzählt eine andere Geschichte. Von Juli bis Dezember 2025 verlor die Aktie jeden Monat an Wert – allein im November brach sie um über 34 Prozent ein, im Dezember folgten weitere 14 Prozent Minus.
Verlorene Prämie
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Der Kern des Problems: Die Bewertungsprämie ist verschwunden. Lange zahlten Anleger einen deutlichen Aufschlag auf den inneren Wert der Bitcoin-Bestände, um indirekt gehebelt an der Kryptowährung zu partizipieren. Diese NAV-Prämie hat sich weitgehend aufgelöst. Institutionelle Investoren bevorzugen inzwischen Spot-ETFs, die direkten Zugang zu Bitcoin bieten – ohne das Umwegrisiko über ein Softwareunternehmen.
Hinzu kommt die unsichere Index-Zugehörigkeit. Strategy erfüllte zwar Ende 2025 zentrale Kriterien für eine Aufnahme in den S&P 500, doch die Klassifizierung als "Digital Asset Treasury Company" – Unternehmen, bei denen digitale Vermögenswerte über 50 Prozent der Gesamtaktiva ausmachen – könnte dem entgegenstehen. Der Markt reagiert zudem auf die Erkenntnis, dass die Aktie in volatilen Phasen überproportional leidet, weil sie als gehebeltes Instrument gehandelt wird.
Entscheidung im Januar
Am 15. Januar 2026 will MSCI eine Entscheidung über den Ausschluss von Digital Asset Treasury Companies aus wichtigen Aktienindizes treffen. Eine negative Einschätzung könnte Zwangsverkäufe durch passive Fonds auslösen, die diese Indizes abbilden. Die Aktie steht aktuell bei etwa 151 Dollar – nahe kritischer Unterstützungsmarken. Ob die neu angekündigte KI-Strategie ausreicht, um eine Neubewertung zu rechtfertigen, oder ob Strategy weiterhin lediglich als abgezinste Beteiligungsgesellschaft für Bitcoin-Bestände gehandelt wird, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.
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