Strategy verschiebt gerade leise, aber spürbar die Gewichte in seiner Finanzierung. Während der Kurs der Stammaktie weiter mit dem langen Krypto-Gegenwind ringt, setzt das Unternehmen stärker auf Vorzugsaktien – und erhöht dort erneut die Ausschüttung. Was steckt hinter diesem Schwenk?

Siebte Dividendenerhöhung bei STRC

Strategy hebt die Dividende seiner STRC-Vorzugsaktie („Stretch“) für März 2026 um 25 Basispunkte auf 11,50% an. Es ist bereits die siebte Erhöhung seit dem Start dieser Wertpapierreihe im Juli 2025. Chairman Michael Saylor machte den Schritt am Sonntag öffentlich.

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Wichtig fürs Verständnis: STRC ist „perpetual“, also ohne feste Rückkaufpflicht zu einem Stichtag. Die Rendite ist zudem variabel und wird monatlich angepasst. Auch die Auszahlung erfolgt monatlich – die nächste ist für den 31. März an die dann eingetragenen Aktionäre terminiert. Die Konstruktion zielt darauf ab, dass STRC nahe am Nennwert von 100 US-Dollar handelt.

Stammaktie unter Druck – und die Bilanz wirkt als Verstärker

Ganz anders das Bild bei der Stammaktie: In US-Dollar gerechnet verlor MSTR im Februar 14% und verzeichnete damit den achten Verlustmonat in Folge. Der Kurs liegt außerdem rund 75% unter dem Hoch von November 2024.

Ein zentraler Treiber für die schwache Stimmung waren die Q4-Zahlen: Für das vierte Quartal 2025 meldete Strategy einen Nettoverlust von 12,4 Mrd. US-Dollar. Zwar stieg der Quartalsumsatz leicht um 1,9% auf rund 123 Mio. US-Dollar, doch die Schlagzeilen dominierte klar der Verlust.

Dabei ist der Knackpunkt bilanzieller Natur. Durch die neuen Fair-Value-Regeln (FASB/ASU 2023-08) laufen Bitcoin-Preisschwankungen direkt durch die Gewinn- und Verlustrechnung. Der ausgewiesene Milliardenverlust ist laut Bericht weitgehend ein nicht realisierter Buchverlust und kein Cash-Abfluss – er prägt aber die Wahrnehmung und damit auch die Kursreaktionen.

Bitcoin als Schlüsselfaktor – Finanzierung wird umgebaut

Bitcoin notiert laut Unternehmensangaben deutlich unter dem durchschnittlichen Kaufpreis von 76.020 US-Dollar je Coin. Nach dem Hoch nahe 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 ging es bis Ende Februar 2026 um rund 47% in den mittleren 60.000er-Bereich zurück. Diese Korrektur drückt die Bestände tief ins Minus – und trifft Strategy besonders, weil die Aktie Bewegungen von Bitcoin oft überproportional verstärkt.

Parallel passt das Management die Finanzierung an: CEO Phong Le sagte im Februar, man wolle weg von der Ausgabe von Stammaktien zur BTC-Finanzierung und stärker über Vorzugsaktien gehen. STRC und andere „perpetual preferred“-Angebote hätten im vergangenen Jahr 7 Mrd. US-Dollar eingesammelt – laut Le etwa ein Drittel des gesamten Vorzugsaktienmarktes.

Zusätzlich hat Strategy eine Cash-Reserve von 2,25 Mrd. US-Dollar aufgebaut, um Dividendenverpflichtungen nach eigenen Angaben für mehr als 2,5 Jahre bedienen zu können, ohne Bitcoin verkaufen zu müssen. In der Logik des Unternehmens ist das ein Puffer: Der BTC-Bestand soll unangetastet bleiben, während die Kapitalstruktur mehr planbare, einkommensorientierte Investoren anspricht.

Auf Euro-Basis bleibt die Aktie trotz einer Erholung der letzten Woche angeschlagen: Seit Jahresbeginn liegt sie mit -18,11% im Minus, auf 12 Monate beträgt der Rückgang -54,15%.

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