Strategy (MSTR) setzt im vorbörslichen Handel am Mittwoch, 7. Januar 2026, zu einem Kurssprung von 6 Prozent an. Der Grund: Index-Anbieter MSCI hat am Dienstagabend mitgeteilt, dass er Digital Asset Treasury Companies vorerst doch nicht aus seinen globalen Benchmarks ausschließen wird. Für den weltgrößten Bitcoin-Halter fällt damit die akute Gefahr weg, dass institutionelle Investoren die Aktie abstoßen müssen.

MSCI nimmt Ankündigung zurück

MSCI begründete die Kehrtwende am 6. Januar mit dem Bedarf an "weiterer Forschung und Konsultation", um zwischen klassischen Investment-Gesellschaften und Unternehmen zu unterscheiden, die digitale Vermögenswerte als Teil ihrer Geschäftstätigkeit halten. Die für Februar 2026 geplante Index-Überprüfung wird damit nicht umgesetzt.

Strategy hatte sich im Dezember 2025 mit einem scharfen Brief gegen den drohenden Ausschluss gewehrt und die Maßnahme als "diskriminierend, willkürlich und undurchführbar" kritisiert. Das Unternehmen verwies darauf, als aktives Geschäft und nicht als passiver Investmentfonds zu agieren.

J.P. Morgan-Analysten kommentierten: "Vorerst behält MSCI die derzeitige Index-Behandlung für DATCOs mit digitalen Vermögenswerten von 50 Prozent oder mehr der Gesamtaktiva bei."

Analysten sehen noch keine Entwarnung

Die Wall Street reagiert erleichtert, warnt aber vor vorschneller Euphorie. TD Cowen-Analyst Lance Vitanza formuliert es so: "Was sich noch zeigen muss, ist, ob dies einen Sieg für die Verteidigung darstellt oder lediglich einen Aufschub der Hinrichtung." Vitanza hält an seinem Kursziel von 500 Dollar und seiner Kaufempfehlung fest.

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Benchmark-Analyst Mark Palmer, der bullischste Stimme mit einem Kursziel von 705 Dollar, spricht von einer "willkommenen Atempause", fügt aber hinzu: "MSCIs Entscheidung, den Ausschluss nicht-operativer Unternehmen aus ihren Indizes zu erwägen, bedeutet, dass diese Episode noch nicht vorbei ist."

JonesTrading-Stratege Mike O'Rourke erwartet, dass MSCI eine breitere Konsultation über nicht-operative Unternehmen starten wird – der Ausschluss sei lediglich "bis später im Jahr verschoben".

Schwieriges Umfeld für Strategy

Die Erleichterung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Strategy hatte am 5. Januar einen unrealisierten Verlust von 17,44 Milliarden Dollar auf seine Bitcoin-Bestände für das vierte Quartal 2025 gemeldet – Bitcoin war im Quartal um rund 25 Prozent gefallen. Im dritten Quartal hatte das Unternehmen noch einen unrealisierten Gewinn von 3,9 Milliarden Dollar ausgewiesen.

Strategy hält 673.783 Bitcoin im Wert von etwa 62 Milliarden Dollar, mehr als 3 Prozent des gesamten BTC-Angebots. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 47 Milliarden Dollar – die Aktie handelt damit mittlerweile mit einem Abschlag auf die Bitcoin-Bestände, während sie zuvor mit einem deutlichen Aufschlag bewertet wurde.

Um Bedenken hinsichtlich der Schuldenlast zu begegnen, hat Strategy eine Cash-Reserve von 2,25 Milliarden Dollar aufgebaut, finanziert durch Aktienverkäufe. Analysten beobachten besonders die 5 Milliarden Dollar an Wandelanleihen, die 2028 fällig werden.

Vorzugsaktien erholen sich

Strategys Vorzugsaktien STRC kehrten am Mittwoch im vorbörslichen Handel erstmals seit Anfang November auf ihren Nennwert von 100 Dollar zurück. Die Papiere zahlen eine jährliche Dividende von 11 Prozent. Beim Nennwert kann das Unternehmen neue Anteile ausgeben, um weitere Bitcoin-Käufe zu finanzieren.

Die MSCI-Entscheidung verschafft Strategy Luft, das grundsätzliche Thema bleibt aber auf dem Tisch. Der Index-Anbieter plant eine umfassendere Konsultation zur Behandlung nicht-operativer Unternehmen. Das Ergebnis könnte Strategy und die wachsende Zahl ähnlicher Bitcoin-Treasury-Firmen noch treffen.

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