Der Ausbau der Hochspannungsnetze gewinnt weltweit an Bedeutung. Auch in Großbritannien wird in diesem Segment mit einem Nachfrageschub gerechnet. Darauf scheint die britische Tochter von Strabag sich nun einstellen zu wollen. Wie "Börse Social" berichtet, schloss Strabag UK kürzlich die Übernahme von Vermögenswerten des Energieinfrastrukturunternehmens Gunning Transmission & Distribution Services (GTDS) ab.

Durch die Integration der fraglichen Assets sei laut Strabag ein wichtiger Schritt für den Eintritt in die regulierten Energiemärkte von Großbritannien und Irland erfolgt. Die eigene Expertise vor Ort soll um die Installation sowie die Inbetriebnahme von Hochspannungsanlagen gestärkt werden. Das Potenzial unterstreicht Strabag mit den Wachstumszahlen von GTDS aus den letzten Jahren. Die Umsätze stiegen von 16 Millionen Pfund im Jahr 2022 bis auf 96 Millionen Pfund im Geschäftsjahr 2024.

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Strabag: Zukunftsmärkte

Mit konkreten Aufträgen hat Strabag die Übernahme nicht verbunden, weshalb die Euphorie an der Börse sich noch etwas in Grenzen hält. Interessant ist das Engagement aber allemal. Schließlich steht der Ausbau der Infrastruktur in Europa in den nächsten Jahren besonders im Fokus. Neue Hochspannungsnetze sind dabei kein nice-to-have, sondern nicht selten die Grundlage, um Rechenzentren, neue Kraftwerke und vieles mehr errichten zu können.

Allzu viele Details lieferte Strabag zur Übernahme allerdings nicht, weshalb noch abzuwarten bleibt, wie sich das Ganze auf den Auftragseingang und die Bilanz auswirken mag. Da das Volumen der Fusion sich sehr wahrscheinlich in einem überschaubaren Rahmen abspielen dürfte, können Chancen aus Anlegersicht erst einmal höher bewertet werden als Risiken.

Auf Expansionskurs

Die Meldung ist nur das jüngste Signal für den anhaltenden Expansionskurs von Strabag. Der Baukonzern gilt als essentiell für die zukünftigen Vorhaben in ganz Europa, worauf Zukäufe und neue Kapazitäten schon heute vorbereiten sollen. Das gefällt den Anlegern durchaus gut und die Aktie stieg auf Jahressicht nicht ohne Grund um mehr als 80 Prozent in Richtung Norden.

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