Der Automobilkonzern Stellantis steuert in Europa auf ein massives finanzielles Problem zu. Weil das Unternehmen bei seinen leichten Nutzfahrzeugen die strengen CO2-Vorgaben der EU deutlich verfehlt, drohen in den kommenden Jahren empfindliche Strafzahlungen. Während die operativen Verkaufszahlen in Europa eigentlich steigen, trübt dieses regulatorische Risiko die Aussichten erheblich.

Teure Emissionslücke

Laut einer aktuellen Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) liegt Stellantis derzeit 24 Gramm über den vorgeschriebenen CO2-Zielen für leichte Nutzfahrzeuge. Die europäischen Vorschriften sind hier strikt: Für jedes überschüssige Gramm werden 75 Euro pro verkauftem Fahrzeug fällig. Der hochrangige Manager Jean-Philippe Imparato beziffert das gesamte Strafenrisiko bis zum Jahr 2027 auf bis zu 2,6 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Konkurrent Renault weist lediglich eine Abweichung von 16 Gramm auf und hat für 2025 bereits 98 Millionen Euro an Rückstellungen gebildet.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Stellantis?

Rückrufaktion trifft auf starkes Europa-Geschäft

Zusätzlich zu den regulatorischen Hürden rief der Konzern diese Woche in den USA knapp 11.800 Elektroautos des Modells Jeep Wagoneer S zurück. Grund sind fehlerhaft befestigte Scharnierabdeckungen an der Heckklappe, die sich lösen könnten. Unfälle sind laut Unternehmensangaben bisher nicht bekannt.

Diese Belastungen spiegeln sich im Chartbild wider. Mit einem aktuellen Kurs von 5,86 Euro notiert das Papier nur knapp über seinem erst in der Vorwoche erreichten 52-Wochen-Tief von 5,50 Euro. Dabei läuft das operative Geschäft in Europa durchaus robust. Im Februar sicherte sich die Gruppe einen Marktanteil von 18,3 Prozent und steigerte das Verkaufsvolumen um fast zehn Prozent.

Strategische Anpassungen

Um die drohende Strafzahlung von 2,6 Milliarden Euro bis 2027 abzuwenden, muss Stellantis die CO2-Lücke zügig schließen. Ein zentraler Baustein dafür ist die gesteigerte Attraktivität der E-Flotte: Seit März haben Fahrer von Marken wie Jeep, Fiat oder Maserati weltweiten Zugriff auf über 27.500 Tesla-Supercharger. Gleichzeitig reagiert das Management pragmatisch auf die aktuelle Kundennachfrage und nimmt für Marken wie Opel und Peugeot wieder ausgewählte Dieselmodelle ins Programm auf, obwohl die Neuzulassungen in diesem Segment branchenweit rückläufig sind.

Stellantis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Stellantis-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:

Die neusten Stellantis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Stellantis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Stellantis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...