Der Umbau des Autokonzerns zieht nun auch die Aufmerksamkeit von US-Anwälten auf sich. Nach der Ankündigung massiver finanzieller Belastungen im Februar prüft eine Kanzlei mögliche Verstöße gegen das Wertpapierrecht. Während das Management parallel die Produktion in Europa neu ordnet, reagiert der Markt zunehmend nervös auf die anhaltende Unsicherheit.

Anwälte prüfen Milliardenlasten

Die US-Kanzlei Kirby McInerney LLP hat am Mittwoch offizielle Ermittlungen wegen möglichen Wertpapierbetrugs eingeleitet. Auslöser ist die weitreichende strategische Neuausrichtung vom 6. Februar. Damals kündigte das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte 2025 Sonderbelastungen von rund 22,2 Milliarden Euro an. Davon fallen etwa 6,5 Milliarden Euro als tatsächliche Mittelabflüsse über einen Zeitraum von vier Jahren an. Eine formelle Klage liegt zwar noch nicht vor, allerdings durchleuchten die Juristen nun die Genauigkeit früherer Unternehmensmitteilungen sehr genau.

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Analysten senken den Daumen

Die ohnehin angespannte Stimmung an der Börse trübte sich durch die rechtlichen Prüfungen weiter ein. Die US-Bank Citigroup reagierte mit einer Kurszielsenkung von 8 auf 7 Euro, beließ die Einstufung aber auf „Neutral“. Diese Gemengelage drückte den Titel am heutigen Donnerstag auf ein neues 52-Wochen-Tief von exakt 5,64 Euro. Damit summiert sich der Kursverlust seit Jahresbeginn auf alarmierende 42,2 Prozent. Beobachter verweisen auf den kommenden Investor Day im Mai als nächsten wichtigen Meilenstein für eine mögliche Stimmungsaufhellung, sofern das Management dort überzeugende Antworten auf die Absatzschwäche in Nordamerika liefert.

Umbau in den Werken

Abseits des juristischen Drucks treibt die Führungsebene den operativen Umbau voran. In Frankreich laufen derzeit Gespräche mit den Sozialpartnern, um die Homeoffice-Regelungen einzuschränken und die Teamleistung vor Ort zu stärken. Gleichzeitig vertieft der Autobauer seine chinesischen Kooperationen im Bereich der Elektromobilität. Neben Gesprächen mit Xpeng und Xiaomi nimmt die Partnerschaft mit Leapmotor konkrete Formen an. Ab Oktober 2026 sollen im spanischen Saragossa gemeinsam E-Autos für den europäischen Massenmarkt vom Band rollen.

Mit der geplanten Fertigung in Spanien zielt der Konzern direkt auf eine Senkung der Produktionskosten ab, um im harten Wettbewerb mit internationalen Herstellern zu bestehen. Der nächste konkrete Prüfstein für diese Strategie folgt bereits im Mai beim geplanten Investor Day. Dort muss das Management den Aktionären detailliert vorrechnen, wie die enormen Sonderbelastungen verdaut und die laufenden Fixkosten nachhaltig gesenkt werden sollen.

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