Der europäische Küchenspezialist Nobia zieht die Reißleine. Nach einem Geschäftsjahr 2025, das von massiven Verlusten geprägt war, setzt das Unternehmen nun auf eine strikte Konzentration auf seine nordischen Kernmärkte und eine umfangreiche Kapitalspritze. Kann die Neuausrichtung den angeschlagenen Konzern stabilisieren?

Hohe Verluste belasten

Die Bilanz für das Jahr 2025 fällt ernüchternd aus. Während der Umsatz mit 5.621 Millionen SEK nur leicht unter dem Vorjahresniveau lag, weitete sich der Nettoverlust drastisch aus. Mit einem Minus von 3.253 Millionen SEK hat sich das Defizit im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Besonders das vierte Quartal trug mit einem Fehlbetrag von über einer Milliarde SEK zu diesem Ergebnis bei.

Verantwortlich für diese Entwicklung sind vor allem die schwierigen Marktbedingungen und notwendige Wertberichtigungen. Die Aktie spiegelt diese operative Schwäche wider und verlor seit Jahresbeginn bereits rund 10,8 Prozent an Wert, wobei sie derzeit bei 3,89 SEK notiert.

Fokus auf den Norden

Um die Profitabilität wiederherzustellen, hat das Management eine strategische Kehrtwende eingeleitet. Zentraler Bestandteil ist der Verkauf des britischen Geschäfts, der bereits Mitte Januar 2026 vereinbart wurde. Nobia will sich künftig auf die Regionen konzentrieren, in denen das Unternehmen über starke Marken und eine etablierte Marktposition verfügt – primär Skandinavien.

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Dieser Rückzug soll nicht nur Komplexität reduzieren, sondern auch Ressourcen für Investitionen in den Kernmärkten freisetzen. Die Verantwortlichen erwarten, dass die Transaktion in Großbritannien im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden kann.

Kapitalerhöhung zur Absicherung

Parallel zum operativen Umbau sichert Nobia seine finanzielle Basis ab. Geplant ist eine voll garantierte Bezugsrechtsemission im Volumen von etwa 1,5 Milliarden SEK. Die wichtigsten Großaktionäre unterstützen diesen Schritt bereits durch Zeichnungszusagen.

Zusätzlich konnte das Unternehmen Anpassungen und Verlängerungen seiner bestehenden Kreditlinien aushandeln. Diese Maßnahmen sollen die nötige finanzielle Flexibilität bieten, um den Transformationsprozess ohne Liquiditätsengpässe voranzutreiben.

Der Fahrplan für die Kapitalmaßnahme steht bereits fest: Am 18. Februar 2026 soll eine außerordentliche Generalversammlung die nötige Zustimmung erteilen. Die Zeichnungsfrist für die neuen Aktien ist für den Zeitraum vom 24. Februar bis zum 11. März 2026 angesetzt. Damit schafft Nobia bis zum Ende des ersten Quartals die angestrebte finanzielle Stabilität.

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