Starbucks steht vor einer entscheidenden Zerreißprobe. Während CEO Brian Niccol mit der „Back to Starbucks“-Strategie die operative Wende erzwingen will, warnen einflussreiche Stimmrechtsberater vor den finanziellen Risiken anhaltender Arbeitskämpfe. Vor der Hauptversammlung am 25. März rücken Governance-Fragen und die angespannte Beziehung zur Belegschaft in das Visier der institutionellen Investoren.

Warnsignale der Stimmrechtsberater

Die Beratungsfirmen ISS und Glass Lewis sehen die Profitabilität durch die schwelenden Konflikte mit den Gewerkschaften gefährdet. Besonders ein Vergleich in Höhe von 38,9 Millionen US-Dollar in New York wegen Verstößen gegen Arbeitszeitgesetze wird als Warnsignal gewertet. Mittlerweile sind über 350 US-Filialen gewerkschaftlich organisiert. Marktbeobachter befürchten, dass diese Auseinandersetzungen die Reputation beschädigen und die Umsetzung der neuen Konzernstrategie bremsen könnten.

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Lohnforderungen und operative Hürden

Die Fronten verhärteten sich zuletzt durch neue Forderungen der Gewerkschaft Workers United. Diese verlangt eine Anhebung des Einstiegslohns auf 17 US-Dollar sowie jährliche Gehaltssteigerungen von vier Prozent. Streiks und kurzfristige Filialschließungen beeinträchtigen bereits den Betrieb, wie jüngst ein Standort in New York City zeigte. Starbucks plant zwar, die Verhandlungen am 30. März wieder aufzunehmen, die Reibungsverluste während der strategischen Neuausrichtung bleiben jedoch ein Unsicherheitsfaktor.

Milliardeninvestitionen in die Zukunft

Trotz eines Umsatzwachstums von 5,5 Prozent im ersten Quartal verfehlte der bereinigte Gewinn je Aktie mit 0,56 US-Dollar die Konsensschätzung. Die Aktie, die seit Jahresbeginn bereits um rund 21 Prozent zulegen konnte, notiert derzeit bei 86,81 Euro. Um die Effizienz zu steigern, investiert der Konzern umfassend in seine Standorte:

  • Eine Milliarde US-Dollar Gesamtkosten für die Modernisierung
  • 1.000 Standorte werden bis Ende 2026 umgebaut
  • 150.000 US-Dollar Investitionssumme pro Filiale
  • Ziel-Gewinn je Aktie für 2026: 2,15 bis 2,40 US-Dollar

Die Hauptversammlung am 25. März markiert den nächsten kritischen Meilenstein für die Führungsebene. Investoren werden genau beobachten, ob das Management tragfähige Kompromisse bei den Arbeitsbedingungen findet, um die ehrgeizigen Wachstumsziele für das laufende Geschäftsjahr nicht durch weitere Arbeitsniederlegungen zu gefährden.

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