Stadler Rail Aktie: Milliarden-Deals verpuffen
Stadler Rail sammelt Grossaufträge in Milliardenhöhe – doch die Börse schaut demonstrativ weg. Während das Schweizer Schienenfahrzeugunternehmen mit spektakulären Deals in Dänemark und Ungarn seine operative Stärke unter Beweis stellt, tritt die Aktie weiter auf der Stelle. Was steckt hinter dieser Diskrepanz?
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- 3,1 Mrd. Euro für 226 fahrerlose S-Bahn-Züge in Kopenhagen (gemeinsam mit Siemens Mobility)
- 30-jähriger Wartungsvertrag sichert planbare Langfristerlöse
- 93 Gelenktriebwagen werden modernisiert und nach Ungarn verkauft
- Aktienkurs unter Druck: Seit Jahresbeginn im Minus, trotz positiver Nachrichtenlage
Kopenhagen-Deal als strategischer Meilenstein
Mitte Januar wurde es offiziell: Stadler Rail liefert gemeinsam mit Siemens Mobility mindestens 226 vollautomatische S-Bahn-Züge an die Dänischen Staatsbahnen DSB. Das Besondere: Der Auftrag umfasst nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch einen 30-jährigen Servicevertrag. Gesamtvolumen: rund 3,1 Milliarden Euro.
Der Deal positioniert Stadler im Zukunftsmarkt des automatisierten Fahrens und verschafft dem Unternehmen eine langfristig planbare Einnahmequelle. Die Auslieferung beginnt schrittweise ab 2032. Für ein mittelgrosses Schienenfahrzeugunternehmen ist dies ein Projekt von erheblicher strategischer Tragweite.
Service-Offensive mit Ungarn-Geschäft
Bereits am 12. Januar setzte Stadler Rail ein weiteres Ausrufezeichen im wachstumsträchtigen Service-Segment. Das Unternehmen kauft 93 Gelenktriebwagen (GTW) vom Schweizer Regionalbahnbetreiber Thurbo zurück, modernisiert diese umfassend und verkauft sie an die ungarische Staatsbahn MÁV-START weiter.
Dieses Refurbishment-Modell zeigt, wie Stadler neben dem Neubaugeschäft eine nachhaltige zweite Erlösquelle erschliesst. Die Strategie: Bestehende Flotten aufwerten, Nutzungsdauer verlängern, wiederkehrende Serviceerlöse generieren.
Börse bleibt skeptisch
Trotz dieser operativen Erfolge zeigt sich die Stadler Rail Aktie unbeeindruckt. Der Kurs notiert deutlich unter seinen jüngsten Hochs und verzeichnet seit Jahresbeginn eine negative Performance. Die Kursreaktion auf die Milliarden-Deals fiel ernüchternd aus.
Mögliche Erklärungen für die Zurückhaltung der Anleger: Die Projekte zahlen erst mittelfristig auf die Bilanz ein, die Margen könnten unter Druck stehen, oder die Börse zweifelt an der Umsetzungsgeschwindigkeit. Konkrete Zahlen zu Profitabilität und Cashflow-Effekten fehlen bislang. Erst wenn Stadler Rail liefert – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne – dürfte sich die Stimmung drehen.
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