Stadler Rail Aktie: Angriff auf zwei Fronten
Peter Spuhler kämpft gleich auf zwei Schauplätzen. Der Verwaltungsratspräsident von Stadler Rail hat am Wochenende klar gemacht, dass er den verlorenen SBB-Auftrag nicht kampflos akzeptiert — und nebenbei eine politische Debatte angeheizt, die das Geschäftsmodell des Schweizer Zugbauers direkt berührt.
Klage gegen die SBB
Die Schweizerischen Bundesbahnen hatten einen bedeutenden Auftrag für neue S-Bahn-Züge an Siemens vergeben — und damit am Schweizer Traditionsanbieter vorbeigezogen. Stadler Rail zieht nun vor Gericht. Spuhler kritisierte, dass das Unternehmen trotz bewährter Technologie und hoher Zuverlässigkeit übergangen wurde. Die Klage belastet das Verhältnis zum wichtigsten nationalen Kunden. Sie spiegelt aber auch den wachsenden Druck in der europäischen Schienenfahrzeugbranche wider, in der chinesische Anbieter zunehmend um Marktanteile konkurrieren.
Parallel dazu positioniert sich Spuhler gegen die sogenannte „10-Millionen-Initiative", die eine Begrenzung der Schweizer Wohnbevölkerung vorsieht. Für Stadler Rail wäre eine Einschränkung des freien Personenverkehrs mit der EU ein ernstes Problem: Angesichts des hohen Schweizer Lohnniveaus und des starken Frankens ist der Zugang zu Fachkräften aus dem EU-Raum ein wesentlicher Faktor, um die heimische Produktion wettbewerbsfähig zu halten.
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Starke Zahlen, ambitionierte Ziele
Operativ läuft es besser. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 3,7 Milliarden Schweizer Franken, der Reingewinn verdoppelte sich auf rund 100,7 Millionen Franken. Die EBIT-Marge kletterte von 3,1 auf 4,4 Prozent. Für 2026 peilt das Management einen Umsatz von über 5 Milliarden Franken und eine EBIT-Marge von mehr als 5 Prozent an — gestützt auf einen Rekordauftragsbestand von rund 32 Milliarden Franken.
An der Börse spiegelt sich dieser Optimismus bislang kaum wider. Die Aktie notiert rund 14 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn knapp 4,3 Prozent verloren. Belastend wirken neben dem starken Franken auch die Nachwirkungen der Unwetterkatastrophe in Valencia aus dem Jahr 2024, die Lieferketten noch bis 2027 beeinträchtigen dürften. Ob die ambitionierten Umsatzziele den Kurs wieder in Bewegung bringen, wird sich spätestens mit dem nächsten Zwischenbericht zeigen.
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