Solana: Zwei Gegentrends
Solana erlebt gerade ein interessantes Kräftemessen. Kurzfristig sorgt eine heftige Bewegung am Derivatemarkt für Rückenwind. Gleichzeitig zeigen die On-Chain-Daten, dass ein wichtiger Wachstumstreiber der letzten Monate deutlich an Schwung verloren hat.
Short-Squeeze statt „echter“ Nachfrage
Der Kurssprung am 4. März wurde laut den Daten vor allem durch Zwangsliquidationen getrieben. Innerhalb von 24 Stunden summierten sich die Liquidationen auf rund 24,63 Mio. US-Dollar. Auffällig: Short-Positionen machten mit etwa 17,94 Mio. US-Dollar den deutlich größeren Teil aus, Long-Liquidationen lagen bei 6,69 Mio. US-Dollar.
Das Muster passt zu einem klassischen Short-Squeeze: Steigt der Kurs überraschend, müssen viele Bären ihre Positionen schließen – und genau diese erzwungenen Käufe verstärken die Aufwärtsbewegung zusätzlich.
Der Memecoin-Motor stottert – und das sieht man in den Daten
Der kurzfristige Rebound ändert wenig daran, dass Solanas On-Chain-„Wirtschaft“ zuletzt strukturell unter Druck stand. Besonders deutlich wird das beim DEX-Volumen, das zuvor stark von Memecoins geprägt war: In der Woche bis zum 2. Februar lag das gesamte DEX-Volumen noch bei 118,2 Mrd. US-Dollar (davon 61,4 Mrd. über Pump.fun und 20,1 Mrd. über Meteora). Bis zur Woche zum 23. Februar fiel es auf 44,5 Mrd. US-Dollar – ein Minus von 62%.
Auch das Verhalten langfristiger Wallets kippte: Die Kennzahl „Hodler net position change“ rutschte von einem Hoch Ende Januar (rund 3,47 Mio. SOL auf 30-Tage-Basis) bis zum 26. Februar auf nur noch 266.744 SOL ab. Parallel stiegen die Nettozuflüsse zu Börsen deutlich: Auf 30-Tage-Basis lagen sie am 26. Februar bei 1.561.859 SOL, rund 40% mehr als drei Tage zuvor. Solche Zuflüsse gelten typischerweise als Signal, dass Verkaufsbereitschaft zunimmt.
ETF-Zuflüsse und das Upgrade als Gegengewicht
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Spannend ist der Kontrast zu den Kapitalflüssen über Spot-ETFs. Während Bitcoin- und Ethereum-Produkte im Februar laut Artikel netto Mittelabflüsse verzeichneten, blieben Solana-Spot-ETFs in der Zufluss-Spur. In der Woche bis zum 20. Februar lagen die Zuflüsse bei 14,31 Mio. US-Dollar, bis zum 26. Februar stieg der Wert auf 43,13 Mio. US-Dollar – der höchste Wochenwert des Monats. Kumuliert sollen die SOL-ETF-Zuflüsse seit Start inzwischen über 900 Mio. US-Dollar liegen.
Dazu kommt ein potenzieller technischer Kurstreiber: Das „Alpenglow“-Upgrade zielt auf eine sehr schnelle Finalität (von grob 12 Sekunden auf bis zu 150 Millisekunden) und wird für Q1 2026 im Mainnet anvisiert. In Kombination mit dem bereits eingeführten Firedancer-Validator-Client soll das die Stabilität verbessern und die Kette stärker als Infrastruktur für institutionelle Anwendungen positionieren.
Ein weiteres Signal in diese Richtung: Solana betonte auf Veranstaltungen in Hongkong den Schwenk hin zu Tokenisierung, Payments sowie Themen wie Stablecoins und AI-Infrastruktur. Zudem wurde ein Rahmen von Anchorage und Kamino genannt, der es Institutionen ermöglichen soll, gegen gestaktes SOL zu leihen, ohne die Assets aus qualifizierter Verwahrung zu bewegen.
Zuletzt meldete das Netzwerk auch eine Mainnet-Integration von ERC-8004, wodurch Identität und Reputation für KI-Agenten on-chain abgebildet werden können – ein Hinweis, dass Solana sich breiter aufstellen will als nur DeFi und NFTs.
Im Kursbild unterstreicht der heutige Sprung die Dynamik: SOL notiert bei 92,67 US-Dollar und damit 6,26% höher als am Vortag.
Zum Ende von Q1 2026 dürfte sich entscheiden, welche Geschichte stärker wirkt: Hält die Unterstützung um 80 US-Dollar, während Alpenglow konkrete Mainnet-Meilensteine liefert, könnte sich der Fokus von „Memecoin-Delle“ hin zu „institutioneller Infrastruktur“ verschieben. Bricht die 80er-Zone dagegen, würden die zuletzt ohnehin angespannten On-Chain-Signale wieder klar den Ton angeben.
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