Arafura Rare Earths rückt in Australien politisch und finanziell stärker ins Blickfeld. Der Northern Territory (NT) hat das Nolans-Projekt heute in seinem aktualisierten Investment-Leitfaden hervorgehoben – und zeitgleich läuft der Countdown zur Final Investment Decision (FID) im zweiten Quartal. Entscheidend wird, ob die letzten verbindlichen Abnahmeverträge bis Ende März unter Dach und Fach kommen.

Politischer Rückenwind aus dem Northern Territory

Der NT-Leitfaden stuft Nolans als strategisch wichtig für Australiens „Critical Minerals“-Ambitionen ein. Gleichzeitig erweitert das Dokument den Rohstoff-Fokus des Territoriums (unter anderem um Bismut, Eisenerz, Blei, Silber und Uran) und nennt Projekte der „nächsten Generation“, die globale Lieferketten breiter aufstellen sollen – darunter Seltene Erden, Kupfer, Lithium, Graphit, Magnesium und Wolfram.

Das Timing ist auffällig: Laut Unternehmen könnte die FID nur noch wenige Wochen entfernt sein. Die offizielle Hervorhebung erhöht das politische Gewicht, das inzwischen an Nolans hängt.

Finanzierung: Rund 90% stehen

In einem Quartalsbericht (veröffentlicht am 3. Februar) bezifferte Arafura den Kassenbestand auf rund 570 Mio. AUD – nach zuvor etwa 90 Mio. AUD. Der Sprung spiegelt den Fortschritt bei einer Finanzierung über mehrere Jurisdiktionen.

Im Rahmen des Australia–United States Critical Minerals and Rare Earths Framework gab es mehrere Bausteine: Export Finance Australia genehmigte bedingt bis zu 100 Mio. US-Dollar Eigenkapital, die US Export-Import Bank stellte bedingte Unterstützung über bis zu 300 Mio. US-Dollar in Aussicht. Zusätzlich arbeitet der deutsche Rohstofffonds laut Bericht an der Due Diligence für eine mögliche Beteiligung von 100 Mio. Euro.

Nach bedingt zugesagter Fremdfinanzierung von mehr als 1 Mrd. US-Dollar im Jahr 2024 meldet Arafura inzwischen, rund 90% der Finanzierung für das 1,6 Mrd. Dollar schwere Nolans-Projekt gesichert zu haben.

Ende März zählt: Abnahmeverträge als letzter Baustein

Der Fahrplan wird konkreter: Arafura peilt die FID im zweiten Quartal an. Um die verbleibende Finanzierungslücke zu schließen, sollen verbindliche Offtake-Verträge bis Ende März finalisiert werden. Danach sind Aktionärsbeschlüsse und die FID im zweiten Quartal vorgesehen – allerdings ausdrücklich abhängig von den Verhandlungspartnern.

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Wie ambitioniert ist der Zeitplan bis zur Produktion? Das Unternehmen rechnet nach der FID mit 3 bis 4 Jahren Bauzeit. Zum Vergleich verweist Arafura darauf, dass ähnliche Projekte weltweit oft 4 bis 6 Jahre vom FID bis zum Produktionsstart benötigen. Als Ziel für den Produktionsbeginn nennt Arafura 2029.

Operativ zieht der Konzern die Umsetzung enger: Hatch wurde als Engineering- und Implementierungspartner berufen, Ed Matthews übernimmt die Rolle des Nolans Project Director.

Projekt und Markt: NdPr im Fokus

Die Lagerstätte weist laut JORC-2012-Standard eine Mineralressource von 56 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 2,6% Total Rare Earth Oxides (TREO) sowie 11% Phosphat aus. Geplant sind 4.440 Tonnen NdPr-Oxid pro Jahr über eine vorgesehene Laufzeit von 38 Jahren. Ab 2032 soll das etwa 4% der weltweiten Nachfrage abdecken.

Verbindliche, langfristige Abnahmeverträge bestehen laut Text mit Hyundai, Kia, Siemens Gamesa und Traxys. Zusätzlich plant Arafura als Nebenprodukt 144.000 Tonnen phosphorsäurehaltige Düngemittelqualität pro Jahr, was die Wirtschaftlichkeit verbessern soll. Für die Region nennt das NT Department of Mining and Energy 682 Jobs in der Bauphase und 366 im Betrieb.

Der Markthintergrund bleibt geopolitisch aufgeladen: China hält dem Bericht zufolge 85% bis 90% des Weltmarkts für Neodym-Praseodym (NdPr). Der Preis für NdPr-Oxid stieg laut Asian Metals Index über 100 US-Dollar je Kilogramm – mehr als 80% höher als vor zwölf Monaten – und liegt demnach rund 10 US-Dollar je Kilogramm unter Referenzpreisen außerhalb Chinas.

Im Halbjahr bis zum 31. Dezember 2025 verringerte sich der Nettoverlust auf 12,99 Mio. AUD (Vorjahr: 18,85 Mio. AUD). Der Verlust je Aktie verbesserte sich auf 0,004 AUD nach 0,008 AUD.

Im Ausblick bleibt der Fahrplan klar: Bis Ende März sollen die verbindlichen Offtake-Abschlüsse stehen; anschließend sind Aktionärsvoten und die FID im zweiten Quartal vorgesehen. Arafura stellt den Produktionsstart weiter für 2029 in Aussicht und kalkuliert nach FID mit 3 bis 4 Jahren bis zur Inbetriebnahme.

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