Solana baut seine Präsenz im traditionellen Finanzsektor weiter aus, doch der Kurs spiegelt diese fundamentalen Fortschritte derzeit nicht wider. Während sich mit der ING Deutschland nun die größte deutsche Direktbank für Solana-Produkte öffnet, kapituliert der Preis am Markt vor dem makroökonomischen Druck. Anleger stehen vor einem widersprüchlichen Bild: Langfristige institutionelle Akzeptanz trifft auf einen massiven Abverkauf, der den Token auf ein neues Jahrestief drückt.

ING Deutschland integriert Krypto-ETPs

Ein bedeutender Schritt für die Massenadoption in Europa wurde am 3. Februar 2026 bekannt gegeben: Kunden der ING Deutschland können ab sofort Krypto-ETPs (Exchange Traded Products) direkt über ihr "Direkt-Depot" handeln. Dies umfasst neben Bitcoin und Ethereum auch Produkte auf Solana. Emittenten sind etablierte Vermögensverwalter wie 21Shares, Bitwise und VanEck.

Für deutsche Anleger ist dieser Schritt besonders relevant, da physisch hinterlegte Krypto-ETPs steuerlich oft wie direkt gehaltene Coins behandelt werden. Nach einer Haltedauer von einem Jahr sind Gewinne hierzulande in der Regel steuerfrei – ein starkes Argument für langfristig orientierte Investoren. Martijn Rozemuller, CEO von VanEck Europe, betonte den Wunsch vieler Investoren nach transparenten Lösungen innerhalb bestehender Depotstrukturen.

Institutionelle Offensive verpufft am Markt

Die Nachricht der ING reiht sich in eine Serie institutioneller Erfolge ein. Erst Ende Januar erweiterte WisdomTree seine tokenisierten Fonds auf die Solana-Blockchain, und der südkoreanische Vermögensverwalter Hanwha unterzeichnete eine Absichtserklärung zur Entwicklung von Bildungsprogrammen und Anlageprodukten.

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Der Markt ignoriert diese positiven fundamentalen Treiber jedoch weitgehend. Die Preiskurve zeigt steil nach unten:
* Absturz auf Jahrestief: Der Solana-Kurs markierte heute bei 98,09 US-Dollar ein neues 52-Wochen-Tief.
* Massive Verluste: Allein in den letzten sieben Tagen verlor der Token rund 22,86 % an Wert.
* Abstand zum Hoch: Vom 52-Wochen-Hoch bei über 234 US-Dollar hat sich der Wert inzwischen mehr als halbiert (-58,19 %).

Verantwortlich für diesen Einbruch sind laut Marktbeobachtern makroökonomische Unsicherheiten, die den gesamten Kryptosektor belasten, sowie spezifische Probleme im Solana-Ökosystem.

Licht und Schatten im Netzwerk

Die fundamentale Lage des Netzwerks präsentiert sich gespalten. Auf der einen Seite stieg die Zahl der aktiven Adressen Ende Januar sprunghaft von 14,7 auf 18,9 Millionen, getrieben durch Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) auf der Blockchain. Auf der anderen Seite sorgen Sicherheitsvorfälle für Verunsicherung. Ein Hack bei der DeFi-Plattform Step Finance am 31. Januar führte zu einem Verlust von 27 Millionen US-Dollar, was das Vertrauen kurzfristig erschütterte. Technisch reagierten die Entwickler mit dem Update Agave v3.0.14, um kritische Schwachstellen zu schließen.

Ausblick

Die Diskrepanz zwischen institutioneller Integration und aktueller Preisentwicklung ist extrem. Während die Einbindung bei der ING Deutschland und Partnerschaften mit Akteuren wie R3 die Rolle von Solana als ernstzunehmende Alternative zu Ethereum im Finanzsektor festigen, dominiert kurzfristig die Angst im Markt. Die langfristige Etablierung als Top-Tier-Asset schreitet voran, doch für eine Bodenbildung im Kurs benötigt das Asset zunächst eine Beruhigung des makroökonomischen Umfelds und eine Wiederherstellung des Vertrauens nach den jüngsten Sicherheitsvorfällen.

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