Der japanische Technologiekonzern SoftBank drückt im Rennen um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz aufs Gaspedal. Mit einer gigantischen Finanzspritze sichert sich das Unternehmen einen bedeutenden Anteil am ChatGPT-Entwickler OpenAI. Gleichzeitig feiert eine wichtige Beteiligung aus dem eigenen Portfolio ein erfolgreiches Börsendebüt an der Wall Street.

Historische Finanzierungsrunde

Am gestrigen Samstag schloss OpenAI eine Finanzierungsrunde in beispielloser Höhe von 110 Milliarden US-Dollar ab. SoftBank steuert allein 30 Milliarden US-Dollar bei und katapultiert die Bewertung des KI-Pioniers auf knapp 840 Milliarden US-Dollar. Interessant ist dabei die neue Machtverteilung bei der Infrastruktur. Während Microsoft der exklusive Cloud-Anbieter für die Programmierschnittstellen (APIs) bleibt, sichert sich Amazon mit einem 50-Milliarden-Dollar-Investment weitreichende Rechte. Amazon Web Services wird der exklusive Drittanbieter für das Projekt "OpenAI Frontier", im Gegenzug nutzt OpenAI künftig zwei Gigawatt an Amazons hauseigener Trainium-Rechenleistung. Auch Nvidia beteiligte sich mit 30 Milliarden US-Dollar an der Runde.

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Hohe Kosten und ein möglicher Börsengang

Diese enormen Kapitalspritzen sind zwingend notwendig, um die immensen Betriebskosten der KI-Modelle zu decken. Interne Prognosen deuten darauf hin, dass OpenAI im Jahr 2026 einen Verlust von rund 14 Milliarden US-Dollar verbuchen könnte, obwohl die Abonnementeinnahmen voraussichtlich starke 13 Milliarden US-Dollar erreichen werden. Um die Marktführerschaft von aktuell 64,5 Prozent gegenüber Herausforderern wie Googles Gemini zu verteidigen, braucht es gewaltige Rechenzentren. Allein die fünf größten Cloud-Anbieter werden in diesem Jahr voraussichtlich über 700 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur investieren. Ein möglicher Börsengang von OpenAI später in diesem Jahr könnte die Bewertung des Unternehmens sogar auf eine Billion US-Dollar treiben.

Erfolgsmeldung aus dem eigenen Portfolio

Abseits des KI-Sektors gibt es für SoftBank weitere lukrative Nachrichten aus dem eigenen Ökosystem. Der japanische Bezahldienstleister PayPay, an dem SoftBank maßgeblich beteiligt ist, feierte diese Woche ein starkes Debüt an der US-Technologiebörse Nasdaq. Nach einem Ausgabepreis von 16 US-Dollar schloss das Papier am zweiten Handelstag bei 21,10 US-Dollar. Mit einem Marktanteil von 70 Prozent bei Smartphone-Zahlungen und 72 Millionen Nutzern dominiert PayPay den japanischen Heimatmarkt. Aktuell prüft das Unternehmen eine Zweitnotierung in Tokio und plant über eine Partnerschaft mit Visa die Expansion in die USA.

Die massiven Investitionen von SoftBank fügen sich nahtlos in die übergeordnete Strategie Japans ein, die heimische Halbleiterindustrie bis 2040 massiv auszubauen. Mit der erfolgreichen Platzierung von PayPay an der Börse und dem strategischen Milliarden-Einstieg bei OpenAI positioniert sich der Konzern an den entscheidenden Schnittstellen der globalen digitalen Infrastruktur.

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