SoftBank startet ins neue Jahr mit einer veränderten Aktienstruktur und großen Schritten in Richtung KI-Infrastruktur. Ein Aktiensplit, ein Milliardeninvestment in OpenAI und eine Übernahme im Infrastruktur-Bereich markieren den Kurs des Konzerns.

  • 4-zu-1-Aktiensplit zur Verbesserung der Handelbarkeit
  • 41 Milliarden US-Dollar Investment in OpenAI abgeschlossen
  • Übernahme von DigitalBridge für 4 Milliarden US-Dollar
  • Starkes Gewinnwachstum im ersten Halbjahr 2025
  • ARM bleibt zentraler Werttreiber

Aktiensplit und Dividende

Der 4-zu-1-Aktiensplit wurde heute wirksam. Die Zahl der ausstehenden Aktien steigt damit von rund 1,43 auf 5,71 Milliarden. Der Kurs schloss am letzten Handelstag vor dem Split bei 4.400 Yen, bereits auf Split-Basis angepasst.

Der Split folgt auf eine deutliche Kursrally im Jahr 2025. Von einem Tiefstand im April bei 5.835 Yen stieg die Aktie bis zum 10. November auf etwa 22.255 Yen. Dadurch kletterte die minimale Investmentgröße zeitweise über 2 Millionen Yen, was den Konzern zu einer besseren Zugänglichkeit für Privatanleger veranlasste.

Wesentliche Parameter der Maßnahme:

  • Stichtag: 31. Dezember 2025
  • Wirksamkeit: 1. Januar 2026
  • Split-Verhältnis: 4-zu-1
  • Genehmigtes Aktienkapital nach Split: 14,4 Milliarden Aktien
  • Dividende: Prognose für die Jahresenddividende auf 5,50 Yen je Aktie angepasst (entspricht 22,00 Yen vor Split)

Großinvestment in OpenAI

SoftBank hat das angekündigte Investment von 41 Milliarden US-Dollar in OpenAI abgeschlossen und sich damit rund 11 % an dem Entwickler von ChatGPT gesichert. Die letzte Tranche über 22,5 Milliarden US-Dollar wurde am 31. Dezember finalisiert.

Die Struktur der Transaktion im Überblick:

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  • 30 Milliarden US-Dollar aus dem Vision Fund von SoftBank
  • 11 Milliarden US-Dollar von Drittinvestoren als Co-Investment
  • Erworbene Beteiligung: rund 11 %

CEO Masayoshi Son betonte, man sei „tief im Einklang mit der Vision von OpenAI, AGI zum Nutzen der gesamten Menschheit einzusetzen“. Das Paket zählt zu den größten privaten Finanzierungsrunden, die bisher aufgelegt wurden.

Ausbau der Infrastruktur: DigitalBridge

Am 29. Dezember gab SoftBank die Übernahme der DigitalBridge Group Inc. für 4 Milliarden US-Dollar bekannt. Der gebotene Preis von 16,00 US-Dollar je Aktie liegt 15 % über dem Schlusskurs vom 26. Dezember und rund 50 % über dem 52‑Wochen-Durchschnitt.

DigitalBridge verwaltet digitale Infrastruktur wie Rechenzentren, Mobilfunkmasten, Glasfasernetze und Edge-Computing-Plattformen in Nordamerika, Europa, dem Nahen Osten und Asien. Die Akquisition zahlt direkt auf SoftBanks Ausbaupläne im Bereich KI-Infrastruktur ein.

Strategische Einordnung

Die DigitalBridge-Übernahme ergänzt SoftBanks Beteiligung am sogenannten „Stargate“-Projekt, einem KI-Rechenzentrumsprogramm im Volumen von 500 Milliarden US-Dollar, das gemeinsam mit OpenAI und Oracle vorangetrieben wird. Son hob dabei die Notwendigkeit von „mehr Rechenleistung, Konnektivität, Energie und skalierbarer Infrastruktur“ hervor, während KI zunehmend in unterschiedliche Branchen vordringt.

Gewinnsprung im ersten Halbjahr 2025

Für die ersten sechs Monate bis zum 30. September 2025 meldete SoftBank starke Konzernzahlen:

  • Nettogewinn: 2.924,1 Milliarden Yen (+191 % im Jahresvergleich)
  • Konzernumsatz: 3.736,8 Milliarden Yen (+7,7 % gegenüber Vorjahr)
  • Ergebnis vor Steuern: 3.686,4 Milliarden Yen (Rekordwert für ein erstes Halbjahr)
  • Anlageergebnis: 3.926,7 Milliarden Yen

Getrieben wurde die Dynamik vor allem von Bewertungsgewinnen bei technologieorientierten Beteiligungen. Darin enthalten ist ein Investmentertrag von 2.156,3 Milliarden Yen (14,6 Milliarden US-Dollar) auf OpenAI sowie eine gute Entwicklung der Portfoliounternehmen im Vision Fund.

ARM als Kernbaustein

ARM Holdings, der mehrheitlich kontrollierte Chip-Designer von SoftBank, bleibt ein zentraler Werttreiber. Das Unternehmen verzeichnete zuletzt ein Umsatzwachstum von 25 % im Jahresvergleich. Rückenwind kommt aus dem breiteren KI-Markt, der 2025 um mehr als 35 % zulegte.

Die Kombination aus ARMs starker Position bei Halbleiter-IP und SoftBanks wachsendem Engagement in KI-Infrastruktur zielt auf einen vertikal integrierten Ansatz bei der Umsetzung von KI-Anwendungen. Damit verknüpft der Konzern Chipdesign, Kapital und Infrastruktur in einem zusammenhängenden Setup.

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